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1. Malta - ein besonderer Urlaub?
1.1 Was uns nach Malta führte
Nach einem wunderbaren Urlaub auf Thassos, wollten wir unsere Reihe mit “Urlaub mit Jesus” unverändert weiterführen. Doch in diesem Jahr mussten wir erkennen, dass wir nicht auf dem gleichen Level bleiben sollten und dass “Urlaub mit Jesus” auch schon mal ganz anders verlaufen kann - wir benötigten einige Zeit um das zu lernen - aber es war eine Erfahrung wert. Wir beteten auch diesmal im Vorfeld und fanden neben verschiednen anderen Eindrücken heraus, dass wir an einen Ort sollen, an dem sowohl die Sagengestalt des Odysseus war als auch der Apostel Paulus. So stießen wir auf Malta (Apostelgeschichte 16 ). Als wir dann zusätzlich herausfanden, dass auf der Nebeninsel Gozo das Azurfenster ist, welches ich vor Jahren in einem Gebetsbild, das für mich eine große persönliche Bedeutung hatte, gesehen hatte, stand für uns fest, dass Malta unser Ziel 2004 war.
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1.2 Ankunft und Zweifel
Voller Erwartungen bestiegen wir am 13.09.2004 unseren Flieger, der uns nach Malta brachte. Doch schon kurz nach unserer Ankunft in dem kleinen Land machten sich Zweifel in mir breit, ob dies hier wirklich mein “Traumurlaub” werden würde, so wie ich es von Jesus her verstanden hatte.
Sicher brachte uns der Kleinbus der Reisegesellschaft durch den hektischen Linksverkehr in den Ort Buggiba. Buggiba entpuppte sich als ein purer Touristenort, voller Restaurants und Hotels. Hier war es weder romantisch noch ruhig, es gab keinen Strand und nur wenig ist naturbelassen. Der Blick aus unserem Hotelfenster fiel nach hinten raus auf einen Platz mit Bauschutt. Ich war wirklich unglücklich. Auch Werner war etwas enttäuscht - vor allem, weil wir in einem englischen Hotel mit ebenfalls englischen Frühstück gelandet waren. Dennoch beschlossen wir, das Beste daraus zu machen und waren gespannt auf das, was Jesus mit uns hier vor hatte.
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1.3 Malta
Zum besseren Verständnis unserer Erlebnisse auf Malta ist es wohl an dieser Stelle angebracht das aufzuschreiben, was für uns für Malta wichtig wurde.
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1.3.1 Land und Leute
Die Malteser sind sehr aufgeschlossen und freundlich. Es gibt auf Malta so gut wie keine Kriminalität und man kann sich ganz unbesorgt bewegen. Jeder ist gerne bereit zu helfen, wo es nur notwendig ist. Wir sind sogar mehrmals angesprochen worden, nur weil wir an einer Straßenecke standen und unsere Landkarte studierten, ob man uns den Weg erklären könne.
Das Land ist sehr trocken und felsig. Auf Malta herrscht ein sehr warmes Klima, was viele Kakteen und Palmen wachsen lässt. Im Norden ist es grüner aber bei weitem nicht so wie auf Gozo. Die Insel ist sehr stark bebaut und für mich gab es einfach zu wenig Stellen, wo man mal “die Seele baumeln lassen kann”. Strände gibt es so gut wie gar nicht und die wenigen Strände, die existieren sind nicht groß, dafür aber überbevölkert.
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1.3.2 Verkehr
Auf Malta ist Linksverkehr und das auch noch mit einem chaotischen, südländischen Charakter. Es gibt ein gutes Bussystem, jedoch fahren diese Busse fast immer nach Valetta (Hauptstadt von Malta), im Südosten gelegen. Möchte man an andere Orte, so erfordert dies einen recht hohen Zeiteinsatz, da man fast immer über Valetta fahren muß. Die Busse sind teilweise sehr alt und fahren nicht unbedingt schnell.
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1.3.3 Geschichte
Malta hat eine äußerst bewegte Geschichte - es ist bereits in der Steinzeit bewohnt gewesen und durch seine exponierte Stellung im Mittelmeer immer wieder von den verschiedensten Völkern (von den Phöniziern, über die Römer bis hin zu denn Malteserrittern (Kreuzritter) uvm. in Besitz genommen worden.
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2. Anfechtungen und erste Aktivitäten (erste Urlaubswoche)
In der ersten Urlaubswoche sahen wir nicht klar - nur langsam wurde uns ersichtlich, dass unser Aufenthalt hier sich von dem uns gewohnten “Urlaub mit Jesus “ unterschied. Dazu kam, dass wir von vielerlei Angriffen umgeben waren, die wir nicht sofort durchschauen konnten, so dass wir den Auftrag hier auf Malta nicht klar erkannten. Ich muß an dieser Stelle einräumen, dass wir uns im Vorfeld besser hätten vorbeireiten können.
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2.1 Anfechtungen
Zu den Anfechtungen, die uns lahm legten und gegen die wir uns erst ab der zweiten Urlaubswoche konkret wehrten, gehörte auf jeden Fall ein sehr häufig auftretendes Gefühl der Zerschlagenheit und dass wir Jesus in unseren Gebeten nicht klar hören konnten.
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2.1.2 Geistliche Sicht blockiert
Unsere Suche nach der Gemeinde (Flyer von ihr fanden wir im Hotel) scheiterte, obwohl uns später nicht klar war warum, wir müssen mind. zweimal an der Stelle vorbeigelaufen sein. Dafür wurden wir von findigen Werbeleuten in eine Verkaufsveranstaltung gelotst, die uns am 15.09.2004 einen halben Urlaubstag kostete und mit der Aussicht auf einen hohen Gewinn, der uns dazu zuerst noch wie ein Geschenk von Jesus vorkam, uns dazu brachte eine Halbwahrheit zu sagen. Ein Fakt das uns, dessen sind wir uns sicher, geistlich sehr viel gekostet hat und wir haben es bitter erkennen müssen, dass Halbwahrheiten nicht in Gottes Wahrheit passen. Wir waren wie verblendet!
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2.1.3 Unzufriedenheit, Meinungsverschiedenheiten und körperliche Schwächen
Durch die unglücklichen Busverbindungen und Maltas schroffe Küsten machte sich auch zunehmend Unzufriedenheit breit, da wir kaum baden und schnorcheln konnten, so wie wir es uns vorgenommen hatten. Was uns in unserer Partnerschaft bislang fremd war, war, dass Meinungsverschiedenheiten auftraten. Nun möchte ich nicht alles geistlich auslegen und zugeben, dass es im Urlaub zu Reibungen kommen kann, die man sonst nicht so auffällig erlebt. Aber unsere Probleme lagen zu 90% daran, dass wir einander gar nicht hörten und das ist akustisch gemeint. Da wir auch Probleme hatten, Jesus klar zu hören, beziehen wir dies auch in die Rubrik Angriffe ein, da wir auch nach dem Urlaub diese Probleme nicht mehr feststellten. Besonders extrem wurden die Meinungsverschiedenheiten bzw. Missverständnisse gegen Ende der ersten Urlaubswoche worauf hin wir uns dann zusammensetzten und überlegten, was los sei und mit Jesus eine Lösung fanden. (Für alle die hier nach der Antwort für solche Situationen suchen: Reden und beten ist das Einzige was hilft - nur nicht auf die “lange Bank” schieben!)
Meine Hautkrankheit machte mir auch zu schaffen, da meine Haut auf Druck sehr sensibel reagiert, war es auch eine Anfechtung, als ich auf unserer Tour am 16.09.2004 (Jesu Name zum Quadrat s. u.) ausrutschte und mich mit den Händen auf den steinigen Boden abstützen musste.
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2.1.4 Wetter
Bereits in unserer ersten Urlaubswoche verschlechterte sich das Wetter zusehends. Am 17.09. bedeckte sich der Himmel und es wurde sehr stürmisch und damit auch kühl. In den folgenden Tagen regnete es zum Teil sehr heftig und das Meer war sehr unruhig. Später fanden wir heraus, dass die Ursache ein Vulkanausbruch des Ätna auf Sizilien war - aber es hatte für uns auch auf jeden Fall eine geistliche Ebene.
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2.2 Entscheidung und Entgegentreten
Als wir uns näher mit unseren Auftrag auf Malta beschäftigten und einige “Fadenenden”, die bisher lose herumlagen verknüpften (Maltas Stellung und Geschichte, unsere geistlichen Probleme etc.), wurde uns klar, dass wir hier an einem Ort waren, an dem wir gegen eine Sache kämpfen und dazu an verschiedenen Orten beten. (Auf anderen Gebetsreisen hatten wir jeden Tag einzelne Dinge behandelt). Ab diesem Moment wurde unser Aufenthalt auf Malta spannend, doch um an diesen Punkt zu kommen benötigten wir die ganze erste Urlaubswoche. Als wir das herausgefunden hatten, wurde ich am 18.09. urplötzlich “ausgeschaltet”, indem ich nach einem guten Essen (nichts exotisches) im Restaurant plötzlich ohnmächtig wurde. Wir können uns nicht erklären, woran es lag - jedoch musste ich mich auch übergeben und auch am folgenden Tag ging es mir schlecht.
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3. Aktivitäten (erste Urlaubswoche)
Trotz all dieser mehr oder weniger nachvollziehbaren Angriffe hatten wir auch - so wie wir es gewohnt waren - jeden Tag ein klares Etappenziel. Also etwas, was wir an diesem Tag ansehen wollten und wir haben auch an diesen Orten gebetet und das hatte auch immer einen Sinn - wie ich später erläutern werde.
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3.1 Wächter aktiviert
Unser erster richtiger Ausflug führte uns am 14.09. in den großen Hafen. Malta hat den größten Mittelmeerhafen. Der ganze Hafen ist von einer Ritterfestung umgeben auf der es früher möglich war, gute Wächter über die Insel und den Hafen einzusetzen. Das zeigen auch viele Wachtürme und auch Symbole, die die christlichen Ritter hier hinterlassen haben. Wir beteten, dass geistliche Wächter wieder Einzug in diese Festung halten.
Am 16.09. haben wir mit einem ähnlichen Hintergrund an einer der südlichsten Spitzen Maltas gebetet beidem Ort Marsaxxlok. Dort gibt es viele historische Stätten (hauptsächlich Tempel). Da wir zu Fuß nicht alle erreichen konnten, zeigte uns der hlg. Geist eine Küstenspitze an der wir eine prophetische Handlung durchführten: Wir standen genau auf dem Punkt, an dem auf der Landkarte 4 Planquadrate zusammentrafen, welche die wichtigen historischen Stätten beinhalteten. Wir beteten Jesu Namen wortwörtlich zum Quadrat und das malte ich dann auch auf (Ein Quadrat in vier Teilquadrate unterteilt mit den Buchstaben JESUS darin - wobei das mittlere S in der Mitte also auf dem Kreuz stand). Wir hatten schon am Morgen Eindrücke bezüglich einem Quadrat aber herauszufinden, was genau gemeint war, dauerte doch etwas länger. Immerhin fanden wir aber hier unsere ersten Bestätigungen - dazu später mehr!
In der zweiten Urlaubswoche - am 22.09. besuchten wir den Hafen nochmals, da er auf vielen Ebenen wichtig für Malta war und ist - es besteht auch sehr viel Stolz. Hier wurden Schlachten geschlagen die nicht immer gut waren und Kriege im Namen Gottes geführt, deren Motive nicht bei Gott zu suchen waren.
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3.2 Gebet für die Politik
Am 17.09. war unser Ziel leicht zu erreichen: Der Großmeisterpalast in Valetta - hier ging es uns um die Politik. Sowohl um die vergangene (Herrschaft der Malteserritter mit ihren Großmeistern) als auch um die aktuelle Politik. Der Großmeisterpalast beinhaltet auch die aktuellen Staatsräume.
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3.3 Gebet gegen die falsche Marienverehrung
(Himmelskönigin)
3.3.1 St. John’s Co. Cathedral
Am 17.09. mussten wir auch unsere Meinung revidieren, dass wir es in diesem Urlaub nicht mit der Himmelskönigen zu tun bekommen würden. Als wir nämlich die St. John’s Co. Cathedral besichtigten, mussten wir feststellen, dass der einzige Ort, der Betern hier auch wirklich zum stillen Gebet eröffnet wird, einer der Maria gewidmeter ist. [Nochmals sei an dieser Stelle erwähnt: Wir richten uns in unseren Gebeten gegen die Verehrung einer falschen Maria, hinter der sich andere Mächte - nämlich die der Himmelskönigin - verbergen. Wir bezeugen, dass die Maria der Bibel, die Mutter Jesu ist, diese Maria jedoch ist keine Wundertäterin oder Erlöserin, sondern lediglich eine Frau, von Gott auserwählt und von den Engeln ehrfürchtig gegrüßt, die ihrer Berufung nachkam].
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3.3.2 Kirche in Mosta
Am 20.09. wiederholten wir dieses Gebet in der Kuppelkirche von Mosta. Diese Kirche zählt zu einer der größten Kuppelkirchen der Welt. Sie ist der falschen Maria geweiht.
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3.3.3 Kirche in Mellieha
Am letzen Tag (26.09.) fuhren wir nach Mellieha. Hier gibt es eine falsche Maria, die in die Felsen (angeblich von Johannes) gemalt wurde. Wer die Kirche betritt und die Räumlichkeiten dieser Maria ansieht, sieht viele Briefe und Gegenstände, die beweisen, welche Wunder hier geschehen sind. Auch der Papst Johannes Paul II war bereits an dieser Stelle. Diese Maria ist eine wundertätige. Wir nahmen an diesem Ort allerdings eine schlechte, geistliche Atmosphäre wahr und sind der Meinung, dass die alte Muttergottheit der Insel hier ihr neues Zentrum gefunden hat.
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4. Das Blatt wendet sich
Trotz meiner Magenverstimmung blieb unsere geistliche Erkenntnis, dass wir auf Malta sozusagen einen “Komplettauftrag” hatten bestehen und das half uns weiter.
Wir verstanden, dass nicht jeder einzelne Tag mit sichtbaren Erfolgen gekrönt sein musste, so wie wir es bisher erlebt hatten, sondern dass alles zusammen zu einem Gesamtziel hinführte. Wir erkannten auch deutlich, wie sehr wir an dieser und weiteren Erkenntnissen gehindert werden sollten und mussten uns auch noch mal eingestehen, dass uns die Sache mit der Halbwahrheit vom ersten Tag der Reise an nicht nur Zeit gekostet hatte.
Von dem Moment an, wo wir klarer sehen konnten, wendete sich das Blatt. Meine Magenverstimmung wich so schnell wie sie gekommen war und auch die Kommunikationsprobleme (untereinander und zu Jesus hin) nahmen rapide ab. Auch, weil wir verstärkt darauf achteten. So legte uns der hlg. Geist immer mehr offen.
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4.1 Offenbarung und Erkenntnis
4.1.1 Gebetsräume
P aulus hat uns ja im Grunde nach Malta geführt. So besichtigten wir am 15.09. die Katakomben, in denen er, nachdem er auf der Insel gestrandet war, gefangen gehalten wurde. Schon im 3. Jhd. n. Chr. gründeten sich dort erste christliche Gemeinden. Diese mussten sich zunächst versteckt treffen und nutzten so die Katakomben, die auch Gräber waren.
Wir besichtigten diese weit verzweigten Anlagen und sahen auch den Gebetsraum dieser ersten Christen und waren beeindruckt, dass man noch heute erkennen kann, mit wie viel Sorgfalt und Hingabe dieser Raum gestaltet war. Dies wollten wir als Lehre für unser Tun und unseren Dienst an Gott / Gottesdienst mitnehmen.
Das Beste ist gerade gut genug!
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4.1.2 Das Azur Fenster!
Das Azur Fenster befindet sich auf Gozo, Maltas kleinerer Nachbarinsel. Dieses Felsentor habe ich vor einigen Jahren in einem, mir persönlich sehr wichtigen Gebetseindruck gesehen. Ich war förmlich hin und weg, als ich in den Reiseprospekten sah, dass es diesen Strand mit diesen Felsen wirklich gibt - das hatte ich nicht erwartet.
Am 23.09. war es dann so weit. Wir machten einen Tagesausflug nach Gozo. Wir besichtigen vielerlei, was nicht so wichtig war (u. a. beteten wir nochmals gegen die falsche Marienverehrung in der Zitadelle) und kamen dann zum Strand des Azur - Window. Es war ein bewegender Moment für mich, den ich sicher nicht vergessen werde.
Wichtig war zu sehen, dass der Strand dort nicht aus Sand besteht, sondern aus Versteinerungen. Der gesamte Sand ist zu Stein geworden und mit ihm die Muscheln und Krebse. Wenn Jesus die Menschen also an den Strand sehen möchte (und mein Bild sagte aus, dass wir Menschen an diesen Strand führen sollen, damit sie Ihm begegnen und richtig sehen können) so müssen wir zuerst den Boden bereiten - zuvor wird niemand kommen oder sich, was noch schlimmer ist, verletzen. Der Boden darf nicht schroff und unwirklich sein - er muss angenehm sein und liebevoll. Stein muss Sand werden. Wir haben eine große Aufgabe!
Zudem erkannte ich, dass dieser Strand als Symbol von Jesus gemeint war. Natürlich sollen die Menschen nicht an diesen Ort der Erde - diesen Strand gibt es auch in der unsichtbaren Welt - es ist die Küste, die Grenze zu Seinem Land und es gibt ein Tor, eben das Felsentor, wo Er auf uns wartet - Er gibt uns die Schlüssel und stellt uns mehr Schlüssel für andere zur Verfügung, dass wir Einblicke in Sein Reich bekommen, dann erst und von dort aus können wir das Hier verstehen.
Das alles wurde mir klar und es wird uns sicher noch länger beschäftigen und Richtung geben.
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4.1.3 Kairoszeit beachten
Was wir bereits wussten, aber uns noch mal sehr klar wurde ist, dass es immer den richtigen, von Gott vorhergesehenen Zeitpunkt für etwas gibt. Wir befanden uns am 25.09.2004 sozusagen auf der Zielgeraden und wussten, dass wir an diesem und dem nächsten Tag die wichtigsten Punkte zu “bearbeiten” haben würden.
So planten wir (menschlich) sehr genau und wussten: am 25.09. sollten wir zum Tritonenbrunnen nach Valetta (dort ist der zentrale Busplatz und alles auf Malta kreist um diesen Brunnen, der götterähnliche Halbwesen - halb Fisch, halb Mensch - darstellt) und wir sollten nach Mgarr, wo der älteste Tempel Maltas war.
Logisch, dass wir zunächst den weiten Punkt nehmen wollten, zumal wir sowieso immer an den Tritonenbrunnen vorbei kamen. Doch als wir in Mosta umsteigen wollten, gab es den Bus einfach nicht mehr. Die Linie war auf dem Halteschild durchgestrichen, obwohl alle die wir fragten (Einheimische) beteuerten, dass der Bus dort abfahren würde. Zweimal sah ich auch den Bus mit der richtigen Nummer nur fuhr er jedes Mal knapp an unserer Haltestelle bzw. unserem Standort / Straße vorbei. Ich war wütend über diese schlechten Busverbindungen doch Werner erkannte, dass wir geistlich auf dem richtigen Weg waren.
Wir fuhren also zuerst nach Valetta und beteten am Brunnen, wo sich direkt zwei Dinge ereigneten, die uns bestätigten. Einmal gab es einen wunderschönen Regenbogen über dem Brunnen (Luftspiegelung durch das Wasser des Brunnens in der Sonne) und direkt neben uns fuhr ein Bus vorbei, der statt der üblichen Ortsbezeichnung seiner Linie im Schild über der Windschutzscheibe in übergroßen Lettern “ONLY JESUS SAVES - JOH. 3/16” stehen hatte. Was konnte noch deutlicher sein? Es war übrigens der einzige Bus den ich in den ganzen zwei Wochen gesehen habe (und auf Malta fahren unendlich viele Busse), der nicht die Linie und den Zielort auf diesem Schild stehen hatte!
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4.1.2 Offenbarungen für Malta und weitere Aktivitäten
(zweite Urlaubswoche)
Die zweite Urlaubswoche unterschied sich, nach unserer “Bilandz” , geistlich doch recht deutlich von der ersten. Wir waren gespannt auf das, was wir herausfinden sollten und begaben uns intensiv auf Spurensuche.
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4.1.2.1 Tempel und die Muttergottheit
Am 21.09. führte unser Weg nach Taxien. Hier war wenig los, da heute ein nationaler Feiertag war - was uns gelegen kam. Ohne die Hilfen des hlg. Geistes hätten w ir jedoch sicher den Weg nicht gefunden. Doch schließlich gelangten wir durch den hlg. Geist geleitet an die alten Tempelanlagen, die tatsächlich geöffnet waren. Wir waren bis auf zwei Fotografen die einzigen Gäste der sonst stark besuchten Anlage.
Wir erkannten: Wahrscheinlich geht es bei unserem Auftrag um eine sehr alte Gottheit. Wir fanden auch die Höhle, die ich in einem Gebetseindruck gesehen hatte. Sie war allerdings unscheinbar und im hinteren Teil der Anlage, die kaum Sehenswertes beinhaltete. Doch wir hatten den Eindruck: Hier sollten wir hin. So vollzogen wir eine prophetische Handlung und legten prophetisch im Tempel eine Falle aus - wir spannten in der unsichtbaren Welt ein Gebetsnetz über der Höhle und versperrten somit den Weg nach außen. Wir empfanden große Genugtuung, als wir fertig waren.
Am 23.09. waren wir auf Gozo wie oben schon erwähnt. Wir besichtigten auch die Megalith - Tempel “Ggantija” (= Giganten) und das brachte unserem Suchen die entscheidende Wendung. Wir kamen am Abend des Tages zu folgender Theorie:
Die Kultur, die diese Tempel in der Jungsteinzeit gebaut hat, kannte Kräne, das Rad, Schienensysteme, den rechten Winke und die Hebelgesetze. Sie waren doch den Neandertalern (unsere normale Vorstellung von Steinzeit) weit voraus. Welch “gigantische” Kultur hat hier geherrscht? Hat es etwas mit den “Riesen der Vorzeit” (1. Mose 6, 4) zu tun, mit den “Giganten” die Mischwesen zwischen den Himmelswesen / Engeln und den Menschen waren? Wir stellen fest, dass alle Tempel in Form eines Kleeblattes angeordnet sind - aber es könnte auch die Figur der “dicken Frau” darstellen, die von der damaligen Kultur als Muttergottheit verehrt wurde.
Hat diese Muttergöttin immer noch Macht behalten?
Ihre Tempel und Figuren gibt es noch zu genüge auf den Inseln - wird sie nun in Form der “Maria” als “Mutter” verehrt?
Hat sich dieser Geist nur hinter dem Bild der Maria getarnt und haben wir es hier dann doch mit der Himmelskönigin auf eine neue Art und Weise zu tun?
Mit diesen Geda nken fuhren wir am folgenden Tag (24.09.) nach Hagar Quim, um auch dort zu beten. Hagar Quim ist die größte Tempelanlage - im Grunde sind es zwei eine oben auf dem Berg, eine weiter darunter - doch könnte es auch sein, dass beide zusammen einmal einen riesigen Tempelkomplex darstellten.
Zumindest lag das für uns nahe, als wir uns die Anordnung der Steine und die Umgebung ansahen. Wir nahmen zwar keine großen geistlichen Widerstände wahr aber dafür kleine Engel, die sich nicht in den Temple trauten - als wir begannen für die geistliche Atmosphäre zu beten, wurde mir schwindelig. Dennoch setzten wir unser Gebet fort.
Unser letzter Gebetseinsatz an einem Tempel fand am 25.09. bei Mgarr statt. Dort fuhren wir mit dem Bus hin und es war nochmals spannend die Bushaltestelle zu finden. Von diesem, ältesten Tempel, sind nur noch ein paar Steine übrig und wieder wären wir ohne die Führung des hlg. Geistes sicher nicht zum Ziel gekommen. Als wir schließlich angekommen waren, hinderten uns impertinente Kinder (die uns zuerst anbettelten, dann uns beschimpften und Steine nach uns warfen) an einen ruhigen Stopp. Dennoch beteten wir und uns war auch klar, dass wir gerade hier, an der ältesten Stelle der Verehrung dieser Gottheit am Gebet gehindert werden sollten.
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5. Bestätigungen
Natürlich haben wir aber auf allen Wegen und auch an allen Tagen (auch am Anfang) immer wieder Bestätigungen erhalten, dass unser Weg und auch unsere Gedanken richtig waren und dass Jesus mit uns mitgeht. Nachfolgend zähle ich einige Beispiele auf:
Als wir am 14.09. am Busplatz noch ein Sandwich aßen, sah ich nicht nur eine, sondern drei dunkel verschleierte Frauen, so wie ich es in einem Gebetseindruck am Morgen gesehen hatte. (Auf Malta sind die Frauen gewöhnlich ganz normal gekleidet)
Am 15.09. kamen wir aus Rabatt und Mdina zurück und wollten in Valetta umsteigen. Wir kannten uns noch nicht so gut aus und waren entsetzt, als wir feststellen mussten, dass der Bus seine Endstation ausnahmsweise nicht in Valetta sondern in Slima am Hafen hatte. Es wurde schon dämmrig doch überraschender Weise stand nur weniger Meter weiter einer der letzten Busse, die uns über Valetta nach Hause bringen konnten. Wir fühlten uns von Jesus getragen.
Am 16.09. standen wir an dieser südlichen Felsspitze, wo nichts war außer Felsen und Gestrüpp. Wir beteten und zeichneten das Quadrat (Jesu Name zum Quadrat s. o.) auf. Plötzlich entdeckte Werner auf den Felsen unterhalb der Klippen im Meer die Rillen, die er am Morgen beim Beten auch gesehen hatte. Diese sind in keinem Reiseführer erwähnt. Wir haben solche Rillen in Felsen später bei den Tempeln häufig gesehen und es sind eine Art von Schienen oder Führungen auf denen die Menschen früher die riesigen Steinblöcke auf Steinkugeln transportiert haben. Wir waren also genau an der richtigen Stelle!
Besonders gefreut hat uns auch die charismatische Gemeinde aus Mosta, die auch in Buggiba ihre Lobpreisgottesdienste abhielt und auch die klaren Worte von Pastor Vince (besonders beeindruckend war, dass er gegen falsche Marienverehrung predigte), als wir später nach Mellieah wollten. Wir hatten auch für diese Gemeinde Eindrücke, die sie gerne annahmen und bestätigten. Gott segne ihre Arbeit weiterhin und ihre Förderer aus England.
Ohne Jesus hätten wir den Weg zu den Tempeln in Taxien am 21.09. wie schon erwähnt nicht gefunden. Wir befanden uns auf der ganz falschen Straße bevor wir den hlg. Geist um Leitung baten.
Als wir am 24.09. in Hagar Quim beteten stellten wir fest, dass auf einigen Steinen Kreuze mit schwarzer Farbe gemalt waren. Wir lasen, dass es hier in der Osternacht 2001 Beschädigungen gegeben hat und hatten das Gefühl, dass hier schon andere gebetet haben. Vor allem werden sich diese Gebete gegen Leute gerichtet haben, die aus der esoterischen Szene kommen und diese alten Tempelanlagen wieder zu neuen Riten nutzen. Als wir nach dem Gebet eine Rast in dem einzigen Restaurant machten, spielten sie dort christliche Popmusik.
Mehrfach änderte sich das Wetter, nachdem wir um Besserung gebetet hatten. Z. B. als wir bei Hagar Quim ohne Schutz eine halbe Stunde auf den Bus warten mussten und es zu regnen anfing oder als wir nach unserem Gebet bei den Tempeln von Mgarr noch an der Paradies Bay baden wollten und alle fluchtartig den Strand verließen, weil sich dunkle Wolken über der See auftürmten. Wir beteten und konnten noch wunderbar schwimmen und kamen auch noch vor dem Regen trocken nach Hause.
Eine andere Bestätigung, die eher unangenehm war, war auch als wir im National Museum am 24.09. gebetet hatten. Dort sind die ganzen Figuren und auch alles andere ausgestellt, was man in den Tempeln gefunden hat. In dem Raum, in dem die Abbildungen der Muttergottheit (übrigens die einzige Göttin die auf Malta verehrt wurde - man nimmt an, dass Malta seine Art Pilgerstätte für diese Gottheit auch für andere Völker war) ausgestellt wurden, bekam ich starke Kopfschmerzen.
Klar, dass auch der Bus am Tritonenbrunnen am 25.09. eine deutliche Bestätigung war - und viele kleine Details mehr.
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6. Seine Gedanken sind höher als unsere
Was wir letztlich auf Malta getan haben, bleibt uns verborgen. Aber wir fuhren nicht mit leeren Händen. Wir haben wichtige Dinge für uns gelernt - dazu zählten die Gedanken zum Azurfenster und auch die bzgl. der Gebetsräume genauso wie eine Erweiterung des Verständnisses über die Wichtigkeit von Geschichte für unsere Gebete. Schon Paulus hat auf Malta mit einer giftigen Schlange gekämpft, eine Macht, welche den Menschen große Angst machte - aber Gott ist stärker als die Schlange!
Unsere Theorien über die gigantischen Erbauer der Tempel und ihre Muttergottheit haben wir nicht revidiert und wir glauben, dass hier die Ursache zu finden ist, waru m es immer wieder unruhig auf Malta war, immer wieder Menschen der Machtgier erlagen und die Regierung so oft wechselte. Die unter 4.1.2.1 erwähnten Fragen haben wir für uns mit “ja” beantwortet - auch wenn es sehr abstrakt klingt - aber wenn wir die unsichtbare Welt mit einbeziehen, gewinnt auf einer gewissen Ebene unseres Denkens, dies alles an Sinn. Für uns tragen diese Theorien dazu bei, besser zu verstehen. Wer dies nicht teilen kann oder will, dem sei die Freiheit gegeben, diese Gedanken zu verwerfen - es sei uns aber auch die Freiheit gegeben es so zu glauben. Wir haben für das Land Malta gebetet und es als eine Festung Gottes im Mittelmeer geistlich eingesetzt. Malta gehört seit 2004 zur EU und bleibt ein strategisch wichtiger Punkt.
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7. Die Tiefen der Geschichte - Fazit
Während wir unsere letzte Fahrt über die Insel antreten und uns von unserem Reiseleiter zum Flughafen bringen lassen, gehen mir viele Gedanken durch den Kopf.
Die Tiefen der Gedanken Gottes kann ich nicht verstehen - ich weiß nicht, was unser Auftrag hier wirklich war. Seine Gedanken sind höher als unsere (Jesaja 55, 9) ich weiß, dass wir einige Fehler gemacht haben, auch solche, die sich hätten vermeiden lassen. Ich nehme wichtige Erfahrungen mit und die Erkenntnis, dass man nie so geht wie man gekommen ist, immer bleibt etwas aus der Zeit haften, die man woanders verbracht hat.
Ich sehe über das Land uns spüre, dass Gott dieses Land liebt. Er liebt die Menschen hier leben und das Land mit allem was dazu gehört. Sicher haben wir ein winziges Stück dazu beitragen können, dass diese Liebe ungehinderter in unserer Ebene ankommt.
Mir wird klar, wie klein wir sind und wie wenig wir in einem Menschenleben erreichen können - wir sind im Grunde wie ein Spielball zwischen den Zeiten. In den wenigen Jahren, die uns bleiben, sind wir umgeben von Dingen, die ewig bestehen. Was sind wir wert? Was können wir erreichen? Zu was können wir es bringen? Wenn wir uns nicht ganz in das hineinstellen lassen, in das Gott uns haben möchte, so ist unser Leben wirklich vergebens. Nur wenn wir seinen Plan für unser Leben ausführen, dann tragen wir mit unserem kleinen Leben ein Teil dazu bei, dass Sein großer Plan ein Stück mehr an Gestalt gewinnt.
Sicher - Er ist nicht auf uns angewiesen - Er fände sicherlich guten Ersatz - auch für Werner und Kathrin auf Malta. Aber er liebt uns und er lässt uns Erfahrungen machen wie diese, die uns dann zu der Erkenntnis bringen, dass wir nichts sind und doch so viel, weil Er uns nimmt und uns für seine großartigen Gedanken benutzt und uns in das einbaut, was Ihm am Wichtigsten ist. Was Er anfasst ist immer seine Herzensangelegenheit und Er wählt sehr genau aus, wen Er an welche Stelle schickt. Er ist der Ewige!
-kh-
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[Die Texte zu den einzelnen Bildern sind von Werner Bender]
     
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