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I AM - Einsatz in London - 28. bis 30. Juli 2004
Bericht von Kathrin
1. Vorüberlegungen
Nach unserem letzten Einsatz im Dezember 2003 in Augsburg haben wir alle unabhängig voneinander gebetet, dass Jesus uns einen neuen Auftrag gibt, weil wir erfahren haben, dass wir durch das Erleben und Erledigen dieser Aufträge an Stärke und Glauben gewinnen und es uns gut tut immer mehr zu lernen, sich rückhaltlos auf Jesus zu verlassen. Schon schnell nach unseren Gebeten erhalte ich die ersten Eidrücke. Doch viele Dinge, die uns gerade beschäftigen lassen uns diese Eindrücke nicht stark bewerten - des weiteren deutet alles darauf hin, dass es nach London gehen soll und das erscheint uns zu weit und zu teuer. Außerdem ist es immer wieder ein großes Problem, wie die Unterbringung der Kinder von Markus und Danny geregelt werden soll, zumal zumindest ihr Sohn auf eine solche Veränderung sehr aggressiv reagiert.
1.1 Erste Eindrücke
Die Eindrücke beziehen sich zum einen auf die St. Pauls Cathedral, in der ich den Hauptaltar gesehen habe. Über diesen Altar schwebte ein Amboss und Engel versuchen ihn abzuhalten, so das er nicht auf den Altar stürzen kann, doch ich habe das Gefühl, dass dies nicht mehr lange gut geht. Der andere Eindruck bezieht sich auf eine “dunkle Gasse” in der ein Mädchen mit einem Monster an der Leine spazieren geht. Es war für mich ein dringliches und deutliches Gefühl, dass wir nach London müssen und ich bete, dass Jesus dieses Gefühl auch meinen Mitstreitern (vor allem Danny, da sie gar kein Gefühl dafür hatte und auch das Problem mit den Kindern für sie am bedrückendsten ist) geben möge. Dies geschieht auch nach und nach.
1.2 Tram von einer Frau aus der Gemeinde
In meiner Gemeinde hat sich ein kleiner Kreis von prophetisch begabten Frauen gegründet, dem ich angehöre und sie unsere Aktivitäten von I AM mit Interesse und Gebet verfolgen. Eine von ihnen hatte uns schon bei unserem Florenzeinsatz wichtige Hinweise auf einen Traum gegeben und somit uns zu den Uffizien geführt, was sehr wichtig war. Auch für London hatte sie vor Jahren einen Traum, den sie mir erzählte. Sie hat die einzelnen Symbole des Traums schon gedeutet und einzelnen Bibelstellen zugeordnet und erkannt, dass es alles zur Passionsgeschichte gehört. Außerdem macht Jesus sie durch einen Traum (in dem ich ihr die “Pistole auf die Brust” setze) darauf aufmerksam, dass sie den London-Traum mit gründlicher Erläuterung uns zur Verfügung stellen solle. Wir können dann mit Hilfe des Traums und unserer Eindrücke, die wir inzwischen gesammelt hatten die Gebetsorte zuordnen. Da sie den Symbolen schon Bibelstellen zugewiesen hat, müssen wir dies nur noch nach den Evangelien in die richtige Reihenfolge bringen und haben schon vor unserer Ankunft in London einen genauen Zeitplan. Er ist zwar sehr voll und ergibt z. B. dass wir am ersten Tag 4 Stationen haben würden, aber es zeigt sich mal wieder ein roter Faden, dem wir nun folgen müssen.
1.3 Zimmerreservierung und andere Unterstützung
Zuerst erscheinen uns die organisatorischen Aufgaben, die wir vor der Reise zu erledigen haben wie ein großer Berg. Doch Jesus macht uns auch darauf aufmerksam, dass jeder seine Aufgaben erledigen solle - wir haben das Bild der “Bremer Stadtmusikanten” für uns, indem jeder von uns ein Tier übernimmt, welches mit seinen Aufgaben zusammenhängt.
1.3.1 Die Flüge
Lange suchen wir im Internet nach einer geeigneten Unterkunft und konnten aber nichts finden; wir wollen gerne wieder in ein geistliches Haus. Durch längere Unklarheit auch darüber, ob das mit London alles so richtig ist - vor allem weil es persönliche Einschnitte (Finanzen, Kinder etc.) geben würde, fahren wir nicht Pfingsten, die Zeit, die Werner das mal als Reisezeit empfunden hat. Jesus macht uns aber klar, dass wir es bis Ende Juli erledigen müssen. Danny hatte das Gefühl, dass wir erst ein Feldzeichen in der unsichtbaren Welt setzten müssen, indem wir die Flüge buchen, was wir dann auch tun. Wir buchen die Flüge und es ist so, dass wir es noch so gerade schaffen, im Juli nach London zu fliegen.
1.3.2 Unterkunft
Jetzt haben wir zwar Flüge aber noch keine Unterkunft. Danny findet ein billiges Hotel, doch Markus (seine Funktion ist “Wachhund”) warnt und meint, es gäbe sicher noch ein geistliches Haus. Als Werner und ich dann auf einer Hochzeit eingeladnen sind, lernen wir Michael aus England kennen, den wir fragen, ob er nicht eine christliche Unterkunft wüsste und er gibt uns einen Tipp. Leider war dieses Haus schon belegt, doch wir werden weiter an St. Monicas House verwiesen. Ein Haus, das von Augustiner Nonnen geführt wird und unseren preislichen Vorstellung entspricht. Zudem finanzieren die Nonnen mit den Einnahmen einen Kindergarten für sozial schlechter gestellte Kinder. Wir buchen dort zwei Zimmer und fühlen uns bestätigt, als wir erfahrne, dass im London-Traum unserer Bekannten auch Nonnen vorkommen, die mit Kindern spielen!
1.3.3 Die Unterstützungen
Kurz vor Reiseantritt gibt Jesus uns noch letzte Instruktionen. Unter anderem macht er uns klar, dass wir alle eine Woche fasten sollen und dass wir alles annehmen sollen, was uns geschenkt wird. Der prophetische Kreis gibt uns einen Segen mit. Sie und viele andere sichern uns Gebetsunterstützung zu. Jesus sorgt für uns in jeglicher Weise! Wir erhalten zudem noch eine Einzelspende in Höhe von 500,00€!! Durch dieses Geld sind unsere finanziellen Sorgen weggewischt, denn wir können die Unterkunft und fast alle Bahn- und U-Bahn-Fahrten mit diesem Geld bezahlen.
2. Tag 1 - 28.07.2004
Und schließlich war er da - der 28.07.2004! Wir fühlen uns gut vorbereitet und ich habe die letzten Tage nur noch ausharrend darauf verbracht, dass der Mittwoch jetzt endlich kommen solle.
2.1 Die Reise
Um 3 Uhr morgens brechen Werner und ich in Attendorn auf - komische Vorstellung, dass wir noch heute in London sein werden... um 4:30 Uhr treffen wir rechtzeitig bei Markus und Danny ein, kommen dort aber nicht sofort weiter. 30 Min. später als wir es geplant haben startet Markus nach einem Gebet den Wagen, um uns alle an den Flughafen zu bringen. Die Verspätung macht mich etwas nervös, da ich befürchte, dass immer noch im letzten Moment eine Panne passieren könnte. Ein freundlicher Herr weist uns im Flughafen sofort den Weg, nachdem wir die Rolltreppe verlassen haben. Wir müssen nicht warten und erhalten sofort unsere Tickets. Alles hat super geklappt auch das günstige Parken des Autos, was ich auch als einen Segen empfinde, als wir schließlich bei einer Tasse Kaffee auf unseren Flug warten.
Der Flug startet plangemäss um 7:30 Uhr und landet 7:45 Uhr (Ortszeit) in London Gatwick. Jetzt wird es erst so richtig aufregend. Wir kaufen Tickets und brauchen dafür recht lange, ich mache mir etwas Sorgen um die Koffer, da wir diese noch nicht geholt haben. Doch unsere Koffer warten brav neben dem Förderband als wir mit unseren Zugkarten dort ankommen. Auch dies empfinde ich als eine Segnung. Wir finden schnell den Bahnsteig und einen Zug, der uns nach Londonbridge bringt. Von dort aus geht es mit der U-Bahn weiter. Markus meint, er hasst U-Bahnen. Doch immerhin bringt sie uns schnell nach The Oval, wo wir die Clapham Road entlang gehen und schließlich St. Monicas House finden, in dem wir herzlich empfangen werden. Die Zimmer sind einfach aber gut und im Haus herrscht eine gute Atmosphäre und das ist das Wichtigste.
2.2 Start - warm up
Bevor wir starten beten wir in der Kapelle, die wir auch benutzen dürfen und geben so, wie wir später erfahren ein “Vorbild” für die Nonnen. Ich habe den Eindruck, dass wir nicht zu früh in die Kathedrale sollen. Als wir von der U-Bahn-Station “Bank” zu Fuß in Richtung Tower unterwegs sind, finden wir einen Schnellimbiss und gönnen uns ein gutes Essen. Markus ist irritiert über die Preise und einiges andere, später empfinden wir es als Widerspruch, in einem Land zu beten und sich gleichzeitig über die Gepflogenheiten lustig zu machen und sehen, dass wir unsere Einstellung ändern müssen und es auch tun.
2.3 Tower Bridge
Schließlich erreichen wir die Tower Bridge.
2.3.1 “Schön-Stein auf der Bank”
Unser Auftrag in London ist der erste, bei dem wir etwas für die Stadt zum einen und zum anderen etwas für I AM erledigen sollen. Hier in der Nähe der Pfeiler der Tower Bridge ist auch eine steinerne Brücke, die auch im “London-Traum” aufgetaucht ist. Aus verschiednen anderen Eindrücken hat sich ergeben, dass wir hier einen Stein vom Gebetsberg hinlegen sollen und einen anderen mitnehmen. So wird eine geistliche Brücke entstehen. Wir wissen lange nicht wo und ich empfinde eine schlechte geistliche Atmosphäre unter der Brücke. Nach Gebet jedoch finden wir die Stelle - ein Engel zeichnet eine rote Linie auf die Erde und markiert so den Verlauf eines früheren Kanals vom Tower unterhalb der jetzigen Straße zu Themse hin. Wir lesen, dass genau hier das “Königstor” war, welches nur der König benutzte. Als wir uns umdrehen sehen wir einen Pflasterstein nicht weit von uns liegen, was sehr ungewöhnlich ist, weil wir ihn zuvor nicht gesehen haben und außerdem hier selbst die Kieselsteine um die Bäume einbetoniert sind. Wir erkennen, dass dieser Stein für uns dort, unweit einiger Bänke, hingelegt wurde. Markus nimmt ihn mit und wir legen den Stein vom Gebetsberg als Basis bzw. Fundament einer geistl. Brücke (= Königsbrücke) genau dem Königstor gegenüber und besiegeln es mit einem Gebet.
2.3.2 Das Tor blockieren
Auf der anderen Seite der Brücke finden wir ein Schild mit einem Kranich, außerdem sehen wir ein Restaurant von der Brücke aus, dessen überdachte Terrasse wie aufgespannte Regenschirme aussieht und wir finden eine Holztür. All dies sind Eindrücke, die wir gehabt haben und die uns nun als Wegweiser dienen um an der Brücke zu beten. In zwei Eindrücken ging die Brücke nach unten auf - ich selbst habe in einem Bild die Brücke gesehen, die unter der jetzigen Straße in der unsichtbaren Welt noch viele Etagen hat, auf der seltsame Wesen hin und her gingen. Werner hatte vor Ort einen ähnlichen Eidruck und so schlossen wir im Gebet dieses Tor bzw. wir errichteten eine Blockade, so dass der Einritt für Wesen ohne Anrecht nicht mehr möglich sein würde. Danny hatte auf er Suche nach dem Stein die Worte “sieh weit” gehört und als wir unter der Brücke hindurch gehen findet sie einen kleinen silbernen Anhänger mit “listen up” (sieh weit, hör zu) wir sehen es als Anweisung von Jesus und im Zusammenhang mit den “Schnabeltieren” also den neuen Fähigkeiten, die wir hier bekommen sollen. Beim Beten hört Danny “Schafhirte” kann aber nichts damit anfangen.
2.4 Tower
Für den Tower haben wir den Eindruck mitgenommen, uns nicht irritieren zu lassen und nur in einen Bereich - nämlich den Kronjuwelen zu gehen, was wir auch tun. Markus hatte den Eidruck, gegen Macht und Rechthaberei zu beten. Außerdem beten wir gegen Bewunderung von Gold und Edelsteinen, vor allem weil diese, wie der “Star of Africa” (auch ein Eindruck) aus den Ursprungsländern mehr oder minder geraubt wurde. Wir beten auch bei dem goldenen Altargeschirr, dass hier nicht das Gold, sondern Jesus gesehen wird. Wir sind recht lange in dem Raum, so dass der Beafeater schon unruhig wird. Dann aber verlassen wir den Tower (Markus nimmt die falsche Seite, er benutzt den Eingang statt den Ausgang aber das ist nur lustig und nicht weiter schlimm).
2.5 Goose & Gridiron
Wir machen uns auf den Weg zur Buslinie 15. Unterwegs bittet Danny Jesus um eine Pause und mir gibt er zu versehen, dass wir uns an St. Pauls erst einmal ausruhen sollen. Genau das machen wir dann auch, nachdem uns Nr. 15 durch den Innenstadtverkehr geschaukelt hat. Nachdem wir Sandwich u.ä. eingekauft haben, machen wir eine angenehme Rast hinter der Kathedrale. Dann jedoch machen wir uns mit einer alten Karte (aus dem Internet) und Kompass auf die Suche nach Goose & Gridiron, den Pup, wo sich 1717 die Freimaurer gegründet haben. Wir hatten einige Eindrücke, die darauf hindeuteten, dass wir gegen die Freimaurer beten sollen und als wir über die Gründung in Goose & Gridiron (Gans & Bratrost) erfahren verstehen wir auch den Eindruck des Kinderliedes “Fuchs du hast die Gans gestohlen”. Es geht immer wieder darum, dass etwas gestohlen wurde, nämlich im Grunde die Braut Jesu (in diesem Falle London). Auf dem Platz jedoch, wo das Haus hätte stehen müssen, stehen nur einige sehr moderne große Gebäude. Aber ein altes Ziegelsteinhaus ist erhalten und mit gleichen Stil wie die Abbildung von Goose & Gridiron aus dem 18. Jhd. zeigt. Außerdem ist dort, wo wir das Haus vermuteten eine große Säule mit einem goldenen stilisierten Feuer oben drauf, welches Markus auch schon in einem Eindruck gesehen hatte und zu dieser Säule geht ein Schafhirte aus Bronze mit seiner Herde. Wir beten dort und gehen weiter.
2.6 St. Pauls
Als letztes haben wir die Ostseite der Kathedrale auf unserem Plan, denn dort hat zur römischen Zeit ein Tempel für die Himmelskönigen / Diana (oder wie sie im Britischen Museum genannt wird “Göttin der Jagd und Unterwelt”) gestanden. Markus will vorne herum gehen und so sehen wir, dass an diesem Abend einer von 10 Erweckungsgottesdiensten ist, die in St. Pauls stattfinden. Wir werden eingeladen und freuen uns. Zuvor jedoch beten wir an der Ostseite - von dem Tempel ist natürlich nach ca. 1950 Jahren nichts mehr zu sehen aber das ist ja nicht so schlimm. Wir nehmen der Himmelskönigin das Anrecht auf diesen Platz.
2.7 Erweckungsgottesdienst
Dann gehen wir in den Gottesdienst, den wir als Geschenk und Segnung empfinden und auch als irgendwie mit unserer Aktion verbunden. Wir geben der Leiterin auch unsere Eidrücke für die Kathedrale weiter, die sich sehr darüber freut. Im Gottesdienst habe ich das Bild, dass der Himmel offen ist und ein zweites, dass die Engel bereits versuchen über unsere Brücke an der Themse zu gehen - sie ist jedoch erst zur Hälfte gebaut und so können sie noch nicht weiter gehen.
2. 8 Der Abend
Aufgeregt und beeindruckt von diesem langen Tag fahren wir nach Hause und fallen nach einem kleinen Imbiss im Zimmer müde in unsere Betten.
3. Tag 2 - 29.07.2004
Der zweite Tag beginnt damit, dass Werner so gut geschlafen hat, das er verschlafen hat... :-) Ich jedoch habe schlecht geschlafen und schlecht geträumt nämlich, dass mich ein Mann - mit dem ich verheiratet bin - geistig missbraucht und ich finde das sehr schlimm. Schließlich frühstücken wir aber, die Nonnen sind sehr aufmerksam.
3.1 Start - warm up
Nach dem Frühstück halten wir ein kleines Abendmahl in unserem Kreis (das war eine Anweisung von Jesus vor der Reise). Dann erst gehen wir zum Gebet in die Kapelle. Wir haben wieder Eindrücke, bei denen es um “Licht” geht. Ich beobachte, dass uns der Start vor den Tagesetappen viel leichter fällt als noch in Florenz und bin froh, das wir Fortschritte machen.
3.2 British Museum
Wir machen uns auf ins British Museum, welches sehr groß ist - aber keinen Eintritt kostet, was ich äußerst verwunderlich finde. Hier sehe ich mich der größten Anfechtung ausgesetzt, wie soll ich “Hahn” / Ausführer sein, wenn mich so viele Dinge persönlich interessieren... deshalb bin ich sehr unsicher.
3.2.1 “African Art”
Wir gehen als erstes in die afrikanische Abteilung, weil ich einmal eine Maske gesehen hatte und dazu die Worte “African Art” wir finden jedoch nicht exakt diese Maske, dafür viele andere. Die Masken haben die Funktion, die Geister (des Urwaldes) in die Zivilisation zu bringen, diese Funktion übernehmen sie unserer Meinung nach auch mitten in London und so beten wir dort. Bevor wir den Raum verlasen, habe ich den Einbruch noch einmal zu den Stoffen zurück zu gehen. Wir betend darauf hin noch vor einem “Feuertuch”, dass zu kultischen Handlungen bei der Beschneidung - gegen das Fieber - dient. Vielleicht hat das “Feuertuch” was mit unserem “Feuer” zu tun, dass wir nach London bringen sollen?
3.2.2 “Surprise”
Heute morgen hatte Jesus zu mir gesagt, dass im Museum noch eine “Überraschung” warten würde, mit der wir nicht rechen, deshalb sollen wir vorsichtig sein. Danny meint, dass wir noch zu der amerikanischen Abteilung gehen sollen, die direkt nebenan ist. Als wir den Raum betreten, bemerke ich sofort eine schlechte geistliche Atmosphäre. Sie geht von einem hölzernen Vogel aus, der in einer Vitrine steht. Er scheint lebendig zu sein! Er ist der Vogelgott, der den Kampf der Luftwesen gegen die Landwesen anführt und auch die Jahreszeitenwechsel mit sich bringt. Werner hat den Eindruck, dass wir hier eine prophetische Handlung vollziehen sollen. Wir stellen uns an allen vier Seiten der Vitrine auf und drehen uns dann weg und sehen ihn nicht mehr an. Ich empfinde, dass dies eine Demütigung für den Geist ist - und dass das gut ist, was wir getan haben.
3.2.3 Der Tempel aus Ephesus
Dann machen wir uns auf die Suche nach dem Artemistempel aus Ephesus. Wir kommen durch die Assyrische Abteilung und ich bedaure, dass wir keine Zeit haben. Doch auch hier steht Jesus zu seinem Wort, er hatte vor der Reise zu mir gesagt, dass jeder auf seine Kosten kommt und da mich das Museum sehr interessierte, ist dies der Ort, wo ich auf meine Kosten kommen wolle. Die untere Abteilung mit den Steinen aus Ephesus ist für eine Stunde gesperrt, als wir dort ankommen. So gehen wir umher und gucken uns das an, was uns interessiert, Dinge aus Ägypten, Mesopotamien und Assyrien. Dennoch geht die Stunde zu schnell rum. Wir finden den richtigen Raum nicht gleich - zuvor betrachten wir noch einen Raum, der Dinge zum Neuen Testament ausstellt. Doch dann finden wir auch die Steine die aus dem Tempel zu Ephesus stammen (dort war der größte Tempel der Himmelskönigin). Es sind vier Schaukästen und jeder von uns betet vor einen. Dann gehen wir und verlassen das Museum.
3.3 Kleine Stolpersteine
Es ist jetzt 15:00 Uhr und ich erkenne, dass wir sehr gut im Zeitplan liegen. Nun wollen wir was essen. Aber Danny möchte noch eine rotes Playmobil Motorrad für Roman kaufen. Wir finden auf dem Weg einen günstigen Pub und Werner und ich wollen Plätze suchen, während das Motorrad gekauft werden soll. Doch die Stimmung ist schlecht, die beiden finden den Laden nicht bzw., erscheint es ihnen zu weit. Ich finde man könnte auch etwas anders kaufen, da ich nicht glaube, dass wir diesen spezifischen Wunsch erfüllen können außerdem stößt der Pub nicht auf Gefallen, doch keiner mag so richtig die Entscheidung treffen. Werner nimmt seine Funktion schließlich wahr und bricht auf - wir gehen zu einem anderen Lokal, welches zwar teurer ist, aber auch Fish & Chips anbietet. Wir essen und sind wieder zufrieden. Markus macht auf mich den ganzen Tag schon einen isolierten Eidruck, er bekommt nicht alles mit, was wir sagen und wirkt wie abgeschottet und verschlossen. Ich frage mich, ob dies ein Angriff ist? Sicherlich, denn so kann er seine Funktion nicht ganz wahrnehmen und weiter denke ich, wenn gestern Danny dran war ihre zusätzlichen Fähigkeiten zu testen (s. Schafhirte usw.), so ist vielleicht heute Markus dran?
3.4 Greenwich
Nach dem Essen ist die Stimmung besser und wir machen uns auf den Weg nach Greenwich - dazu müssen wir den Zug nehmen. Dort angekommen machen wir uns auf den Weg zum Observatorium. Auf dem Weg entdecken wir sehr viele Dinge, die wir zuvor schon in Bildern gesehen haben - das bestätigt, dass wir hier richtig sind. Bei Greenwich waren wir uns im Grunde am unsichersten und sind nur durch den London-Traum darauf gestoßen. Markus wird “wacher” er hat das Hauskreisbuch in er Hand und findet ein Bild nach dem anderen wieder - Anker, Torbögen, Dreispitz - wir gehen zum Observatorium und müssen bestürzt feststellen, das wir zu spät sind wir haben jetzt 17:40 Uhr und es schließt um 17:30 Uhr. Allerdings war schon seit 17 Uhr kein Eilass mehr. Wir sehen durch das Gitter die Metallschiene, die den Längengrad “0” kennzeichnet. Hier sollten wir hin - wir sollten hier symbolisch “auf die andere Seite” gehen - das ist jetzt nicht mehr möglich.
3.4.1 Eichhörnchen weisen den Weg
Wir überlegen, dass die Linie auf der anderen Seite des Hauses weitergehen muß und gehen mit dem Kompass auf die andere Seite. Unterwegs sehen wir ein Eichhörnchen - ungewöhnlich zahm - es lutscht an einem Nusseispapier. Wir hatten mal ein Bild, in dem ein Eichhörnchen eine Nuss isst und sehen hierin wieder einen Hinweis - außerdem hatten wir auch ein Bild mit einem Eishörnchen. Als wir weiter gehen, laufen uns immer mehr Eichhörnchen über den Weg uns schließlich gräbt sogar eins eine Nuss aus - genau an der Stelle an der wir Längengrad “0” ausmachen. Es klettert dann Baum hinauf und isst die Nuss direkt über uns und den Längengrad “0”. Markus zieht mit einem auf dem Weg gefunden Kugelschreiber eine Linie und wir überschreiten sie symbolisch und unter Gebet.
3.4.2 Vision
Markus hat das Gefühl noch vorne bei einer Statue mit Dreispitz zu beten. Auf den Weg zurück sehen wir ein Plakat - Werbung für eine Ausstellung im Marinemuseum, das Plakat zeigt Tintin auf See im Hintergrund ist eine Flagge, die Danny mal als Bild gehen hat. - Das bedeutet für uns immer wieder Wegweiser. Markus beginnt allein mit dem Gebet, Werner kommt dann nach. Danny und ich warten, da wir nicht genau wissen, was hier zu tun ist. Markus erzählt hinterher, dass er hier eine für ihn sehr bewegende Vision hatte, er sah wie unterhalb von ihm, im Park eine große Evangelisation stattfand, und Jesus gab ihm zu verstehen, dass er der Prediger auf der Bühne sei. Das rührte ihn zu Tränen, Werner meint, dass er / wir nun auf der anderen Platte seien.
3.5 Der Abend
Es ist nun schon relativ spät, so dass wir nicht mehr zurück zur St. Paus zum Gottesdienst fahren. Statt dessen kaufen wir Sandwich und schlendern zum Museumsschiff hin, welches Werner und Markus genau angucken. Wir essen gemütlich unsere Sandwich und ich finde ein Traktat von “Save the city”. Irgendwann fahren wir mit Bahn und Underground zurück zu Oval und zu unserer Unterkunft. Die Züge kommen uns “wie gerufen” und passen perfekt zu unserem Zeitplan (Werner hatte befürchtet, dass wir länger warten müssten). In Monicas House treffen wir uns noch in unserem Zimmer und reden ein wenig, doch alle sind sehr müde und so gehen wir bald schlafen.
4. Tag 3 - 30.07.2004
Heute habe ich gut geschlafen und auch Werner ist rechtzeitig wach geworden. Wir treffen uns alle zum Frühstück und müssen feststellen, dass die Nonnen sehr aufmerksam waren und uns mehr Toast und mehr Butter hingelegt haben - was ich allerdings etwas peinlich finde, ich weiß nicht, welches Bild wir vermitteln.
4.1 Start - warm up
Anschließend feiern wir Abendmahl in Danny und Markus Zimmer - so wie gestern - wir erfahren jedoch noch schlechte News von zu Hause, denn Roman verkraftet die Trennung von seinen Eltern überhaupt nicht. Er führt sich bei seinen Großeltern schlecht und ist aggressiv drauf, so sehr, dass wir uns große Sorgen um zukünftige Einsätze machen, die so nicht mehr möglich sind, wenn er so bleibt. Jesus muß sich da wirklich kümmern, denn wir glauben auch, dass weitere Einsätze für uns gemeinsam als I AM anstehen werden. Nach dem Abendmahl gehen wir in die Kapelle und beten. Ich habe ein Bild, dass wir uns am Piccadilly Circus, wo wir heute hingehen sollen, genau so verhalten wie im Britischem Museum bei dem indianischen Vogelgott. In dem Bild wenden wir uns also von dem Eros ab, daraufhin wird Eros zu einem Zepter mit Kreuz obenauf, ein König kommt aus dem Himmel auf einem weißen Pferd geritten und greift das Zepter, welches in der Mitte einen Diamanten trägt, der eine Art Laserstrahl aussendet. Dann ist ein Szenenwechsel und ich sehe die Himmelskönigin, die ein ganzes Geschwader von Flugsauriern über die Stadt losschickt - diese Saurier hatte ich schon einmal gesehen, als ich den Stein vom Gebetsberg holte. Doch der König kommt und kann mit dem Laserstrahl die Saurier abwehren. - Wir können unsere Koffer Gott sei dank ;-) bei den Nonnen lassen und ziehen noch einmal mit der Northern Line los.
4.1.1 Under-Ground... Wie Jesus U-Bahnen leitet
Markus hat sich inzwischen mit den U-Bahnen angefreundet, so wie Danny es am ersten Tag vorausgesagt hat. Er übernimmt nun die Führung, was uns allerdings etwas zu forsch ist. Er will in die nächste Bahn springen doch wir stehen noch beim Plan und prüfen, ob es richtig ist - Danny ruft “Moment!” so fahren wir nicht. Die Bahn wäre zwar richtig gewesen, aber kurze Zeit später stellen wir fest, dass es auf er Linie, die wir nehmen wollten einen Defekt bei den Bahnsignalen gegeben hat und die Strecke nicht mehr befahrbar ist. Wir nehmen die nächste Bahn, was bedeutet, das wir ein wenig dumm umsteigen müssten, doch Jesus lenkt unsere Bahn. Durch die ausgefallene Linie, muss unser Zug auch einen anderen Weg nehmen, der für uns absolut günstig ist. Die Linie, die wir zuerst nehmen wollten, bleibt noch bis zum Nachmittag blockiert - gut, dass wir die andere genommen haben, wir währen zwar weiter gekommen, aber wir stehen heute etwas mehr unter Zeitdruck, da wir rechtzeitig am Flughagen sein müssen.
4.2 Piccadilly Circus
So kommen wir aber sicher und sehr zügig an Piccadilly Circus an. Unterwegs gibt es sogar noch Zeit Postkarten zu schreiben :-) Es ist kein sehr großer Platz - wenn auch der geographische Mittelpunkt Londons! Wir gucken uns eine kurze Zeit die laufenden bunten Werbevideos an den Häuserwänden an dann betet Werner mit uns.
4.2.1 Eros - Statue in der Mitte Londons
Unsere Aktion am Piccadilly Circus ist dann relativ unspektakulär. Nach dem Gebet von Werner gehen wir zu der Eros - Statue in der Mitte. Er soll eigentlich einen Engel symbolisieren, es wurde aber der Gott Eros verwendet, da läuft doch einiges gewaltig falsch, finden wir. Wir umkreisen ihn also und beten jeder für sich, wenden uns nach einiger Zeit ab und sehen ihn nicht mehr an. Fertig! Wir kaufen Eis und einige Souvenirs - auch einen roten Bus für Roman (statt des roten Motorrades, welches wir nicht auftreiben können, da es zu zeitintensiv wäre).
4.3 St. Pauls
Im Anschluß fahren wir mit der Bahn zu St. Pauls. Dort gehen wir zielstrebig zum Eingang und entrichten die 7 Pfund Eintritt. Nach dem eintritt zögern wir mit dem Weitergehen - durch die Statuen an den Seiten bin ich irritiert, ich will sehen, ob sie was zu bedeuten haben und da keiner sonst irgend etwas tut, gehe ich dort hin - die anderen folgen, doch wir können an den Statuen nichts feststellen. Meine Füße tun weh und ich will nicht länger rumstehen und gehe weiter. Als wir im vorderen Drittel sind fällt den anderen auf, dass es sicher nicht richtig sei, durch den Seitengang nach vorne zu schleichen. Also gehen wir zurück und durch den Mittelgang nach vorn. Auf der linken Seite an der Tür stehen steinerne Engel mit Schwertern, so wie wir in einem Bild einen allerdings richtigen Engel mit einem Schwert an der Tür gesehen hatten, der der Braut denn Weg versperrte, so dass sie nicht weglaufen konnte. Wir wissen, dass wir am Hauptaltar beten sollen auch eine Windrose auf dem Boden ist nochmals ein Wegweiser für uns. Wir stehen unschlüssig in der Mitte der Kirche doch da kommt ein Kirchendiener und lädt uns zu einer kleinen Gottesdienstfeier ein - wir zögern doch er fordert uns deutlich auf teilzunehmen.
4.3.1 Anglikanischer Gruß
Wir gehen in den vorderen Bereich - dort haben schon andere Gläubige im alten Chorgestühl Platz genommen - wir bekommen einen Platz zugewiesen und feiern den kleinen Gottesdienst mit, den ein alter anglikanischer Pfarrer leitet. Mir wird klar, dass dies der “anglikanische Gruß” ist, der auch in einen London-Traum der Frau aus meiner Gemeinde vorkam. In diesem Gedanken werde ich noch bestätigt, als wir das Abendmahl mit ihnen feiern und der Pfarrer, wie es Sitte ist, sich zuerst die Hände wäscht und wir uns gegenseitig und er uns allen den Friedensgruß gibt. Dann wird das Abendmahl im Kreis mit den anderen ausgeteilt. Ich finde die Liturgie feierlich und anrührender als bei uns. Nach dem Gottesdienst spricht der Pfarrer mich an, er hat bemerkt, dass wir Ausländer sind und fragt, wo wir her kommen. Ich erklänge ihm woher wir sind und warum wir in London sind. Er erzählt, dass er auch einmal in Köln war - noch ein Baustein zu unserer Brücke? - auf jeden Fall fragen wir, ob wir am Altar beten können, doch das ist für ihn wegen der anderen Touristen in der Kathedrale ein Problem - er bittet uns am Bild “Light of the world” zu beten. Wir gehen hin und finden das Bild schön - auch weil unser Auftrag viel mit ”Licht” und “Licht anzünden” zu tun hat - dennoch hier ist nicht der rechte Platz.
4.3.2 Der Altar und der Amboss
Wir gehen hinter den Altar und sehen, dass hier ein Buch liegt, in welchem die gefallenen amerikanischen Soldaten des zweiten Weltkrieges - und in allen Kriegen danach - aufgeschrieben sind. Auf dem Altar steht ein großes goldenes Kreuz, welches vom Nahen dem Zepter aus dem Bild am Morgen sehr ähnlich sieht. Es trägt in der Mitte auch einen Edelstein. Danny weiß, dass ihr Part hier in der Kathedrale ist und so liest sie vor dem Buch den Text Jer. 33, 1-13 vor, den wir in der Vorbereitung hatten. Dazu muß sie sich jedoch schon etwas überwinden, doch es ist richtig, nicht zuletzt, weil Simone, unsere “Bodenstation” genau zu diese Zeit an uns denken und für uns beten muß und eine SMS schickt, die wir natürlich erst hinterher lesen, in der SMS steht, dass Danny mutig sein soll. Ich sehe, während Danny liest, wie das Zepter des Königs mit dem Laserstrahl den Amboss zerstört und in viele Stücke sprengt. Ich nehme an, dass der Amboss etwas mit dem 2. Weltkrieg bzw. sämtlichen Kriegen zu tun hat, besonders derer, in die Amerika verwickelt ist. Vielleicht ist es kein guter Ort für ein solches Buch direkt hinter dem Hauptaltar der zweit größten Kathedrale der Welt und der größten Kirche Grossbritanniens...?
4.3.3 Über der Stadt
Wir jedoch verlassen diesen Ort nachdem wir den Text gelesen haben und gehen “upstairs” - auch in der Vorbereitung hatten wir das Wort “Treppenstufen”. 580 Stufen trennen uns von der Spitze - ich muß sagen, dass es doch eine Herausforderung ist. Oben angekommen genießen wir erst einmal die Aussicht, dann beten wir in alle vier Richtungen - vielleicht hat das etwas mit dem Trapez und den vier grünen Flammen zu tun, die wir in der Vorbereitung gesehen haben. Wir sollten das grüne Feuer in weißes verwandeln, haben aber dies Bild nie so richtig verstanden. Aber wir haben ein gutes Gefühl, dass das Beten richtig ist. Von oben sehe ich auch nochmals den Platz von “Goose & Gridiron” und bemerke, dass er wirklich außergewöhnlich ist. Die Säule steht etwas deplaziert und nicht zentral, während das Muster im Pflaster auf sie zuläuft, so wie auch der Hirte mit den Schafen. Nach dem Gebet sehen wir unsere Aufgabe als erledigt an und Danny mahnt zur Rückreise.
4.4 Die Rückreise
Wir machen uns also zügig auf den Weg zuerst zu St. Monicas House, wo wir uns herzlich von den Nonnen verabschieden und ihnen auch noch eine kleine Spende für die Kinder dalassen. Dann mit der U-Bahn und Zug zurück zum Flughafen. Dort haben wir dann noch etwas Zeit und das ist gut, denn so können wir uns noch eine Pizza als Abschlussessen auf englischen Boden gönnen, bevor wir das Flugzeug besteigen, was uns bei schönen Wetter (mit nur einer kleinen holprigen Wolke;-)) zurück nach Köln bringt.
5. Fazit
So endet unser Einsatz in London. Auch hier haben wir wieder viel erlebt und vieles festgestellt, was wir vorher noch nicht wissen konnten, aber von Jesus so vorbereitet wurde. Die komplette Bedeutung eines solchen Einsatzes ist, so stellen wir wieder fest, nur in Ansätzen und auch dann noch für uns schwer zu versehen. Aber es bleibt ein Gefühl der Bestätigung, dass wir das Richtige hier getan haben und dass alle “Opfer” gut angebracht waren. Ein besonders wichtiger Moment war für mich die “Grundsteinlegung” an der Themse. Den Stein, den wir aus London mitgebracht haben werden wir genau an den Ort bringen, wo zuvor der andere lag - also auf den Gebetsberg mitten auf den Weg, oberhalb der Mühle. Da Jesus meint, dass wir dabei ein Fest feiern sollen, wird es eine große Bedeutung haben. Ein weiterer für mich bewegender Moment war das Hinüberschreiten / Überschreiten des Längengrades “0” auf die andere Seite. Ich bin gespannt, was dort noch alles auf uns wartet. Arbeiten müssen wir nach wie vor an unserer Einheit und Disziplin (d. h. weniger ablenken lassen von äußeren Einflüssen) und an der Aufmerksamkeit füreinander bzw. für die Gaben (= Spezialgebiete) des anderen. Wir haben bei dieser Tour sehr darauf geachtet, unsere Freunde zu bitten zu beten und haben auch auf Jesu Anweisung geachtet, alles anzunehmen, was uns geschenkt würde, das war sowohl Geld als auch Segen und da wir im Vorfeld und auch auf der Tour selbst sehr viel weniger Angriffe (vor allem körperlich und auch mental) hatten als auf den vorherigen Gebetseinsätzen, ist für mich klar, dass das Gebet und der Segen sehr wichtig für uns ist und war. Vielen Dank an alle, die an uns gedacht haben und vielen Dank an Jesus, der uns als Werkzeuge für seine Ideen gebraucht!
Kathrin
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I AM - Gebetseinsatz in London
28. bis 30. Juli 2004
Bericht von Werner
Vorbereitung
Schon früh erhielten wir von Jesus verschiedene Eindrücke für diesen Gebetseinsatz. Ich hatte den Eindruck, dass wir Pfingsten fliegen sollten (wie 2003 nach Florenz) und so tauschte ich frühzeitig meinen Dienst im Krankenhaus, so dass ich Pfingsten frei hatte. Doch wir waren noch nicht bereit. Durch viel Gebet und Überlegung entschlossen wir uns dann in der letzen Juliwoche den Einsatz zu wagen. Anfangs war noch lange nicht alles klar. Ich hatte noch keinen Urlaub und die personelle Besetzung auf Station war schlecht. Wir hatten noch keine Unterkunft und Markus und Danny wussten noch nicht, wie sie in dieser Zeit die Kinder unterbringen sollten. Ganz zu schweigen von unseren Finanzen, die solch eine Reise ganz verbieten würden. Doch Jesus hielt uns an, diesen Gebetseinsatz durchzuführen und so buchten wir die Flüge. Danach ging alles Zug um Zug. Durch einen netten Menschen den wir auf einer Hochzeit kennenlernten, erhielten wir eine Adresse in London. Leider war dort schon alles ausgebucht, doch wir wurden an eine andere Adresse verwiesen, wo wir dann auch zwei Zimmer buchen konnten. Ich bekam für die Zeit frei, die Kinder waren untergebracht und durch eine großzügige Einzelspende von 500 € waren unsere finanziellen Sorgen wie weggeblasen. Es konnte also losgehen!
28. Juli 2004
Abflug Köln-Bonn
Am 28. Juli 2004 war es dann endlich soweit. Wir fuhren früh am Morgen zum Flughafen Köln-Bonn und gingen mit nur einer ausgedruckten E-Mail in der Hand zum Check-in-Schalter von Germanwings. Dort gestaltete sich alles sehr einfach. Wir mussten nur unseren Personalausweis vorzeigen und bekamen unsere Flugtickets. Alle Befürchtungen, es könnte Probleme geben, lösten sich in Luft auf.
Nachdem wir eingecheckt hatten, machten wir eine kleine Frühstückspause und ich las den Psalm 46 vor (dies hatte mir Jesus gesagt). Gestärkt durch das Frühstück und die mutmachenden Worte aus dem Psalm begaben wir uns dann ins Flugzeug. Nach einem kurzen und angenehmen Flug landeten wir in London Gadwick und nahmen den Zug bis “London Bridge” um dann mit der U-Bahn nach “Ovel” zu fahren. Nach ca. 10 Minuten Fußweg standen wir dann vor unserer Unterkunft, einem kleinen Hotel, dass von Augustinerinnen geführt wurde, welche mit den Einnahmen ihre Kindergartenarbeit unterstützen. Wir wurden herzlich aufgenommen und konnten sogleich unsere einfachen aber sauberen Zimmer beziehen. Nur noch auspacken und kurz frisch machen. Dann planten wir noch einmal den Tag durch und gingen in die kleine Kapelle des Hauses um vor unseren ersten Londoneinsatz zu beten.
Tower Bridge
Der erste Gebetseinsatz führte uns zur Tower Bridge und zum Tower. Auf dem Weg dorthin fanden wir ein kleines fast-food Restaurant wo wir uns erst mal stärken konnten. Dieser erste Einsatz gestaltete sich als sehr schwierig. Wir wussten, dass wir eine bestimmte Stelle finden mussten. Da gab es Gebetseindrücke von einer Brücke am Tower. Wir gingen hin und her, doch wir fanden nicht den rechten Punkt. An der Tower Bridge wurde mir ganz komisch und ich hatte den Eindruck, dass wir zusammen bleiben müssen. Wir beteten mehrmals - nichts geschah. Es war wie eine schwere Decke, die sich über uns gelegt hatte. Ich wurde müde und kraftlos - betete zu Gott, dass er mir seine Kraft geben möge - sofort war die Müdigkeit wie weggeflogen. Dies Gebet musste ich allerdings mehrmals sprechen, da die Müdigkeit immer wieder kam. Ich merkte, dass wir es hier mit geistigen Angriffen zu tun hatten und wollte Klarheit haben. Ich betete und fasste eine Laterne zwischen Tower und Themse an (durch das anfassen von Gegenständen bin ich oftmals besser in der Lage, in die unsichtbare Welt zu schauen). Dabei hörte ich ein “böses” Lachen. Ich wusste, wir waren sehr nah dran. Ich ging zur Tower Bridge und fasste auch deren Mauern an. Dann sah ich Feuer und jemanden, der einen Stein in dies Feuer schmiss. Ich dachte sofort an unseren Stein, den wir vom Gebetsberg mitgebracht hatten und hier gegen einen anderen Stein austauschen sollten. Wir gingen weiter und suchten die vermeintliche Stelle. Plötzlich schien sich die Lage zu unseren Gunsten zu wenden. Wir bemerkten ein Kaffee am Themseufer welches ein Dach hatte, dass wie viele aufgespannte Regenschirme aussah (dies Bild hatten wir im Vorfeld). Kathrin legte “unseren” Stein unter einen Baum, wir beteten und salbten den Stein. Dann entdeckten wir im Tower einen Turm, wo damals ein Mönch gefangen gehalten wurde, der mit einem Seil einen Ausbruchsversuch unternommen hatte. Hier war der Ort, der “Brücke”, den wir gesucht hatten. Dann sahen wir plötzlich einen dicken Pflasterstein auf dem Weg liegen, der uns vorher nicht aufgefallen war (war er schon vorher dort oder erst jetzt dort hingelegt worden, wenn dann von wem?). Der Stein gehörte offensichtlich auch nirgendwo in das Pflaster. Uns war sofort klar: Dies war der Stein, den wir aus London mitnehmen sollten, um ihn auf den Gebetsberg zu bringen. Wir packten ihn ein und dankten Gott dafür.
Ermutigt vom ersten Erfolg gingen wir zur Tower Bridge. Dort fanden wir ein Pelikanbild (dies Bild hatten wir im Vorfeld). Wir hatten im Vorfeld auch den Eindruck, dass die Tower Bridge nicht nur eine normale Brücke ist. Sie schien eine Art Tor zu sein wodurch alle Arten von Dämonen einen Durchgang nach London fanden. Ich betete dort an der Brücke und proklamierte den Sieg Jesu Christi und bat ihn, Engel an diesen Ort zu postieren, welche nur noch die Wesen hindurchlassen sollten, welche ein Anrecht dazu hatten. Sofort bemerkte ich einen großen Tumult in der unsichtbaren Welt (das Tor ist nun für viele Wesen verschlossen). Die Tower Bridge sollte auch einen anderen Namen bekommen. In der unsichtbaren Welt heißt die Tower Bridge nun “Brücke des Schreckens des HERRN”. Denn vom heutigen Tag an stehen zwei Engel Gottes an dieser Brücke und der Schrecken des HERRN Zebaoth ist mit ihnen.
Tower (Kronjuwelen)
Nun ging es zum nächsten Ort, wo wir beten sollten: Die Kronjuwelen. Vorweg hatte uns Jesus klar gemacht, dass wir uns nicht aufhalten lassen aber trotzdem wachsam sein sollten. Wir kauften also die Eintrittskarten und gingen in den Tower of London. Dort sahen wir viele altertümliche Stände an denen interessante Dinge feil geboten wurden. Gerne hätte ich mich davon aufhalten lassen und mir alles angesehen, doch wir hatten einen Auftrag und gingen zügig in Richtung Kronjuwelen. Gut dass der Andrang nicht so groß war. Bei den Kronjuwelen angekommen beteten wir kurz und schauten uns die Schmucktücke genau an. Wir sahen den größten Diamanten der Welt, welcher in zwei Stücke geschnitten worden war. Eine Hälfte schmückt eine Krone und die andere ein Zepter. Anfangs war uns nicht genau klar, was wir beten sollten - so viele Menschen, wir waren abgelenkt. Aus diesem Grunde beteten wir noch einmal zusammen in einer Ecke. Dann war alles klar. Wir beten gegen die Eitelkeit. Ich sah ein Bild von einem hohlen Zepter und hatte das Gefühl, dass dies keine wahre Königsherrschaft symbolisierte. Ich betete, dass Jesus Christus, der wahre König, seine Königsherrschaft in London aufrichtet und die Menschen ihre Liebe auf ihn richten.
Dann bemerkten wir noch ein wunderschönes goldenes Abendmahlsgeschirr. Wir beteten, dass die Menschen nicht nur die Schönheit der Objekte und Perfektion des Künstlers sehen mögen, sondern den Glauben an Jesus Christus, der dort wiedergegeben wird. Nun begaben wir uns wieder an die frische Luft und versuchten zügig den Tower zu verlassen, was nicht so einfach war als wir dachten. Der Tower ist wirklich ein gewaltiger Komplex. Anschießend gingen wir etwas Einkaufen und machten eine kleine Pause im Park hinter der St. Pauls Kathedrale. Dort sahen wir eine Statue von Jhon Wesley, was uns sichtlich erfreute.
Freimaurer
Ein weiterer Punkt an diesem Tag war der Besuch eines alten Pubs Namens “Goose & Gridiron” (zu deutsch. “Gans auf dem Bratrost”). In diesem Pub hatten sich einst im Jahre 1717 die ersten Freimaurerlogen zu einer Großloge zusammengeschlossen. Dies Datum gilt heute als Beginn der Freimaurerei. Der Pub befand sich einst ganz in der nähe von St. Pauls. Doch heute war nichts mehr von dem Gebäude übrig. Wir vermuteten, dass das Gebäude im letzten Krieg dem Feuer zum Opfer gefallen war. Was wir allerdings fanden war ein großer Springbrunnen mit einer Säule auf deren Spitze ein goldenes Feuer brannte. Ein paar Meter davon entfernt stand eine Skulptur. Sie zeigte Jesus als guten Hirten, der ein paar Schafe zum lebendigen Wasser führte. Auch bemerkten wir in der Nähe die Säulengänge mit einem (ziemlich moderneren) Kreuzgewölbe, welches wir vorher in einem Bild gesehen hatten. Nirgends war eine Inschrift zu erkennen, doch für uns war klar, dass dort, wo der Springbrunnen steht, der alte Pub gestanden haben muss. Wir beteten, dass der Geist der Freimaurerei gebrochen wir. Ich proklamierte Jesus Christus als Herrn der Welt und wies die Geister drauf hin, dass Christus der Sieger ist und sie die Menschen hier in London in Frieden lassen sollen. Sie sollten sich eilends davon machen, da sonst andere Christen kommen würden und es dann keine Rettung mehr für sie geben werde. Markus betete um eine Erweckung in London und das die Menschen Jesus Christus als Herrn annehmen und erkennen, dass ER der einzige Weg zum Vater ist.
St. Pauls / Dianatempel
Nach diesem Gebet machten wir uns wieder auf zur St. Pauls Kathedrale. Wir suchten eine Seite des Gebäudes, an der einst ein Tempel zu Ehren der Göttin Diana stand. Wir hatten die Befürchtung, dass durch ein lasches Christentum, dieser Götze wieder ein Anrecht auf das Gebäude bekommen könnte. Markus fragte einen jungen Mann am Eingang der Kathedrale nach dem Weg und erfuhr, dass in 20 Minuten (!) in der Kathedrale ein Erweckungsgottesdienst stattfinden würde. Als ich diese Nachricht erfuhr, musste ich vor Freude weinen. (Eigentlich sollten wir ja schon über Pfingsten nach London fahren, doch wir waren zu der Zeit noch nicht bereit dazu gewesen. Jesus sagte, dass die letzte Woche im Juli auch die letzte Möglichkeit für uns wäre, für London zu beten. Danach wäre die Zeit vorbei) jetzt wusste ich warum - Halleluja! Wir waren zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle. Eine heilige Ehrfurcht ergriff mich, denn mir wurde klar, dass wir in diesem Moment Geschichte schrieben. Mit jedem Schritt den wir taten nahmen wir dem Feind sein Territorium weg und nahmen das Land für Jesus ein. Wir gingen also zügig zu dem Punkt, an dem der alte Tempel der Götting Diana gestanden haben muss und beteten dort. Wir banden den Geist und riefen Jesus Christus als Herrn der Herren aus. Anschließend begaben wir uns in die Kathedrale um Jesus Christus zu loben und anzubeten.
Erweckungsgottesdienst
Es war atemberaubend, gemeinsam mit einer großen Anzahl von Menschen beteten wir Gott an. Ich konnte zwar fast nichts von der Predigt und dem Zeugnis, welches ein Mann gab, verstehen, doch es schien den Menschen ins Herz zu gehen. Der Heilige Geist wehte an diesem Abend und ich konnte die Engel mit ihren Posaunen posaunen hören als nach einem Aufruf viele Menschen nach vorne gingen um ihr Leben Jesus zu geben. Welch eine Güte, welch ein Geschenk, an diesem Abend hier zu sein. Nach dem Gottesdienst gaben wir einer verantwortlichen Person noch einen Zettel auf dem unser Auftrag für London stand. Sie freute sich über unsere Bekanntschaft und über die Prophetie für London. Nun fuhren wir glücklich und mit Jesu Freude in unseren Herzen zurück zu unserem Quartier. Nachdem ich noch kurz die Begebenheiten des Tages notiert und gebetet hatte, schlief ich erschöpft ein.
29. Juli 2004
An diesem Morgen hätte ich fast verschlafen, weil mein Handy mich nicht geweckt hatte. Irgend wie hatte ich durch die Zeitumstellung auch das Datum verstellt.
Frühstück
Nach dem Frühstück trafen wir uns in einem unserer Zimmer und feierten das Abendmahl um die Einheit untereinander und mit Jesus zu festigen. Dann gingen wir in die Kapelle um zu beten. Heute standen “nur” zwei Punkte auf unserem Gebetsplan: Das Britische Museum und Greenwich.
Britisches Museum
Nach einer kurzen Fahrt mit der U-Bahn und einem kleinen Fußweg standen wir vor dem Britischen Museum. Markus wollte noch schnell ein Hotdog essen. Bevor wir das Gelände betraten beteten wir noch. Dann gingen wir auf den Haupteingang des Museums zu. Markus bemerkte eine Eulenskulptur auf dem Dach. Er fühlte sich durch sie beobachtet und ich bemerkte auf der anderen Seite des Gebäudes auch eine Eulenskulptur. Obwohl auch mir diese Skulpturen nicht geheuer vorkamen, haben wir nichts unternommen.
Kathrin kaufte einen Museumsführer. Die Art, wie sie das machte, missfiel Markus. Dann gingen wir in das Museum und suchten die Afrika Ausstellung, da wir im Vorfeld den Eindruck “African Art” hatten. Es waren dort viele Masken und Kultgegenstände zu sehe. Durch die Beschreibung an den Ausstellungsstücken erfuhren wir, dass all diese Dinge dazu dienen sollten, die “afrikanische Art” in die Zivilisation zu transportieren. Wir beteten dort gegen diese Geister. Es trieb uns weiter zur Ausstellung der Indianer von Nordamerika. Dort viel uns besonders ein Götze in Gestalt eines Adlers auf. Er ist in seiner Heimat Herr aller Geister und wechselt mit der Jahreswende seinen Standort. Er hatte zwei Gesichter und Gott hatte unser Augenmerk sofort auf ihn gerichtet. Wir stellten uns an allen vier Seiten um ihn herum auf, drehten uns um und gingen weg. So demütigten wir diesen Götzen demonstrativ mit Missachtung.
Während der Zeit in diesem Bereich des Museums lag eine Schwere und Unlust auf mir. Ich bemerkte dies aber erst nachdem wir begannen uns von dort weg zu bewegen. Plötzlich wurde es leicht um mich herum, als wenn diese Decke von meinen Sinnen gehoben worden währe. Ich fing an, Gott zu loben und zu danken.
Nun wollten wir zum griechischen Teil des Museums um Teile des Artemistempels aus Ephesus zu inspizieren. Da dieser Bereich noch für einige Zeit geschlossen war, hatten wir etwas Pause und begaben uns in den Bereich Ägypten und Mesopotamien. Durch das Betrachten dieser Ausstellungsstücke wurden mir die Menschen der Bibel noch näher gebracht. Als ich Bilder und Skulpturen, Schwerter und Schmuckstücke der Philister sah, konnte ich mir noch besser vorstellen, wovon das alte Testament schreibt.
Der Artemistempel von Ephesus war eher eine ernüchternde Entdeckung. Es waren (Gott sei Dank) nur Bruchstücke ausgestellt. Wir beteten dort gegen diesen Geist. Wir fanden auch eine Statue von Diana. Auf einer Inschrift stand, dass Diana die Herrscherin der Unterwelt sei. Dies bestätigte unsere Recherchen und wir beteten auch dort gegen diesen Geist. Danach verließen wir das Britische Museum und wollten etwas essen.
Nun gab es einige Probleme. Markus und Danny wollten unbedingt ein bestimmtes Mitbringsel für ihre Kinder kaufen und gingen los, es zu besorgen. Kathrin und ich warteten derweil in einem nahegelegenen Pub. Nach kurzer Zeit kamen die beiden unverrichteter Dinge wieder zurück. Anspannung machte sich breit. Danny gefiel der Pub nicht und wir gingen in ein anderes Restaurant. dort aßen wir Fish & Chips und besprachen die Problematik.
Greenwich
Nun ging es gestärkt auf nach Greenwich. Nachdem wir uns orientiert hatten, fanden wir auch schnell den Ort des Einsatzes. Die Sternwarte lag auf einem großen parkähnlichen Gelände. Auf dem Weg zum Observatorium stießen wir auf Mauerbögen mit Fenstern sowie auf eine Skulptur eines Seefahrers der eine dreieckige Mütze (Dreispitz) trug. Diese hatte Markus im Vorfeld in einem Eindruck gesehen. Auch die Türme des Gebäudes ähnelten stark denen, die ich gesehen hatte. Oben am Berg angekommen stellten wir enttäuscht fest, dass das Observatorium schon geschlossen hatte. Ich betete. Jesus machte mich drauf aufmerksam, dass der “0” Längengrad ja auch noch hinter dem Observatorium weiter ging. Dann nahm ich meinen Kompass und wir gingen um das Gebäude herum. Auf dem Weg begegnete uns ein Eichhörnchen, welches an einem Nusseispapier schleckte (wir hatten ein Bild von einem Eichhörnchen und ein Bild von einem leeren Eishörnchen). Wir wahren verblüfft von Gottes Humor und von der Genauigkeit mit der ER uns den Weg führte. Dann, am Ziel angelangt sahen wir ein weiters Eichhörnchen, welches im Erdboden grub. Ich hatte den Eindruck, das hier genau die richtige Stelle war. Wir beteten und baten um Einheit und überschritten gemeinsam den “0” Längengrad. Diese symbolische Handlung war für uns sehr wichtig. Wir beteten auch, dass das Evangelium von Christus überall bekannt würde.
Markus betete an einem Aussichtspunkt für Greenwich. Er hatte dabei denn Eindruck, dass an jenem Ort einmal eine große Veranstaltung stattfinden werde. Anschließend kauften wir noch etwas zum Abendessen und machten eine Pause in der Nähe eines ausrangierten Segelschiffs und traten dann den Heimweg an.
Abends hatten wir noch ein gemeinsames Gespräch auf dem Zimmer und wir überlegten uns, ob es vielleicht besser gewesen wäre, mehr zu beten. Sicherlich war die Unzufriedenheit am Mittag ein Angriff auf uns gewesen. Ich bin Gott dankbar für die vielen Menschen, die für uns gebetet haben. Dadurch wurde sicherlich schlimmeres vermieden.
30. Juli 2004
Nun war schon der letzte Tag unseres Londoneinsatzes angebrochen. Doch an diesem Tag hatte Gott noch sehr viel mit uns vor. Nach dem Frühstück und Packen feierten wir wieder Abendmahl und gingen anschließend in die Kapelle um zu beten.
Ich hatte dort ein Bild von einem großen Sarg mit zwei Deckeln. In dem Sarg war Dunkelheit. Langsam begannen sich diese Deckel zu schließen. Viele Engel kamen und hielten die Deckel fest. Verzweifelt versuchten sie, dass Schließen des Sarges zu verhindern. Dann sah ich einen sehr großen Dämon. Er wischte mit seiner Hand über den Sarg und dieser schloss sich weiter. Dann bemerkte ich kleine Lichter in dem Sarg. Die Lichter sandten Strahlen aus, welche durch den noch leicht geöffneten Sargdeckel nach außen drangen. Dies schien dem Dämon nicht zu gefallen und er nahm eine große Axt und schlug auf den Sarg ein. Die Axt ging durch den Sarg hindurch ohne ihn zu beschädigen. Es schien, als hätte der große Dämon seine Kraft verloren. Das Licht im Sarg wurde nun immer mehr und drang nun schon durch sämtliche Ritzen nach außen.
Ich interpretiere dieses Bild so, dass dies scheinbar der Zustand von London ist. Es ist noch nichts verloren!
Piccadilly und Eros
Nachdem wir unsere Koffer im Hotel “geparkt” hatten, ging es auf zu unseren vorletzten Einsatz in London. Wir fuhren zum Piccadilly Circus. Dort steht ein Monument mit einer Eros Statue. London möchte gerne Paris den Rang streitig machen und die Stadt der Liebe werden. Diese Erosstatue in der geographischen Mitte von London ist ein Symbol dafür und wir bitten Jesus darum, dass die Menschen in London erkennen, dass nur Jesus die wahre Liebe schenkt. Dann gehen wir auf die Erosstatue zu, positionieren uns jeweils an einer Seite, wenden uns bewusst ab von diesem Götzen und verlassen den Ort.
St. Pauls Cathedral
In der Kathedrale angekommen sind wir etwas unsicher, wie wir vorgehen sollen. Wir gehen den Seitengang entlang und sehen dort eine Skulptur. Sie zeigt einen Engel, der einem Menschen ein Schwert überreicht. Ich bete. Dann habe ich den Eindruck, dass wir gemeinsam durch den Mittelgang auf den Hauptaltar zugehen sollen. Die anderen bestätigen meinen Eindruck und wir gehen los.
Vor dem Altarraum angekommen ergreifen wir die Möglichkeit, an einer Eucharistiefeier teilzunehmen. Dadurch haben wir im Abendmahl Gemeinschaft mit Christen aus den unterschiedlichsten englischen Gemeinden. Anschließend reicht uns der anglikanische Geistliche die Hand und segnet uns (im Vorfeld gab man uns den Tipp, auf den anglikanischen Gruß zu achten), nun waren wir “mitten drin”.
Anschließend hatten wir noch ein kurzes Gespräch mit dem Geistlichen und der wies uns auf das Seitenschiff hin, wo ein Gemälde steht, welches Jesus als König mit einer Lampe in der Hand darstellt (das Licht der Welt). Dort beteten wir kurz, dass die Menschen das Licht sehen und Jesus folgen mögen.
Weiter ging es hinter dem Altar. Dort lag ein Buch mit den Namen der amerikanischen Gefallenen des 2. Weltkriegs. Dort proklamierte Danny Jeremia 33. Wir beteten um Vergebung der Sünden und baten um Heilung von Wunden. Dann sah Kathrin, wie ein Amboß, der von Engeln über dem Altar festgehalten wurde, zerstört wurde.
Jesus meinte, dass das allerdings noch nicht alles war. Wir sollten noch auf die Kuppel. Also erstiegen wir die 543 Stufen und bekamen einen wunderbaren Ausblick über London. Oben auf der Kuppel angelangt segneten wir die Stadt in alle vier Himmelsrichtungen und beteten für die Braut (Gemeinde), dass sie Jesus als den waren Bräutigam erkennt und Hochzeit mit ihm hält.
Heimfahrt
Nach dem Abstieg kauften wir noch ein paar Andenken an unsere London Tour. Dann wurde es auch schon Zeit und wir eilten zu unserem Quartier. Es folgte die Verabschiedung und wir fuhren zum Flughafen. Dort aßen wir noch eine Pizza und dann ging es zum Einchecken. Auch hier gestaltete sich wieder alles als sehr einfach. An einem Kontrollpunkt war eine lange Warteschlange. Uns wies man ein paar Meter weiter zu einem Nebeneingang. Dort konnten wir ohne Warten durchgehen. Auf dem Heimflug begegneten uns einige kleine Turbolenzen, doch ansonsten war der Flug sehr angenehm. Im Gegensatz zum Flug gestaltete sich die Heimfahrt im Auto als Stressfaktor. Markus fuhr sehr zügig, was Danny und ich dann auch ansprachen. Dadurch entstand eine gewisse Spannung unter uns. Jesus meinte, wir sollten uns nicht das nehmen lassen, was wir in London bekommen hätten. Ich betete. Wir sind dann noch gut zu hause angekommen.
Nachbereitung
Am darauffolgenden Sonntag hatten wir wieder Hauskreis und wir sprachen über den Londoneinsatz und auch über die Schwierigkeiten auf die wir gestoßen waren. Was nun noch ausstand, war eine Art “Grundsteinlegung”. Wir hatten ja nun den Stein aus London mitgebracht. Er musste noch auf den Gebetsberg gebracht werden. Jesus wollte daraus ein kleines Fest machen.
Stein-Fest-Grundsteinlegung
Trotz terminlicher Probleme hatten wir uns vorgenommen, am 14. August 2004 den Stein aus London auf den Gebetsberg zu bringen.
Es regnete und nach einem gemeinsamen Frühstück bei Markus und Danny wollten wir dann mit den Kindern und Hund zügig aufbrechen. Doch wir wurden durch einen Besuch aufgehalten. Nachdem der Besuch wieder gegangen war, packten wir unsere Sachen und fuhren zum Gebetsberg. Auf dem Weg hätte es bei Kathrin und mir sowie bei Markus und Danny fast einen Unfall gegeben (wir sind Gott für die Bewahrung dankbar).
Es regnete immer noch und wir gingen zu dem Ort, wo der “alte Stein”, welcher jetzt in London liegt, vergraben gewesen war. Ich packte eine Deutschlandfahne aus und Danny hielt sie aufrecht, während Markus das Loch für den Londonstein grub. Nachdem der Stein an seinem Ort lag, proklamierte ich Psalm 41 und salbte den Stein. Kathrin sah, wie in der unsichtbaren Welt eine Brücke von London zum Gebetsberg gebaut wurde und sich viele Engel auf den Gebetsberg einfanden. - Die Verbindung war hergestellt! Anschließend hörte der Regen auf.
Werner
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