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Gebetserhörung

 ein Geschichtchen von Kathrin


Gebetserhörung

 

Natanaël schwebte langsam tiefer und setzte sich auf die höchste Orgelpfeife. Er lächelte – ja genau so hatte er sich das vorgestellt. Er breitete die Hände aus und schaute liebevoll auf die Menschen, die unter ihm standen und ein Loblied sangen. Es waren die Kinder seines Herrn. Fröhlich schunkelte Natanaël auf der Orgel in und her – fast hätte er ganz vergessen, dass er ja nicht nur zum Vergnügen hier war. Die Menschen unter ihm hatten sich inzwischen hingesetzt und hörten dem Pastor zu.

Natanaël hüpfte von der Empore, langsam schwebte er hinunter und stand nun mitten zwischen den Menschen. Er ging durch die Reihen, ab und zu legte er lächelnd seine Hand auf die Schulter oder den Kopf eines Menschen. Schließlich war er am anderen Ende der Kirche angekommen – „Oh!“ dachte er – „ich habe wohl geschlafen... wo ist er bloß?“ Er schwebte wieder etwas nach oben, um einen besseren Überblick zu gewinnen. „Shalom Natanaël!“ „Oh! Shalom Simon! Ich habe dich gar nicht bemerkt – ich suche...“ „Es ist ein Haus der Freude des Herrn – wir sind gerne hier Rafaël , Taddäus und Hannael sind auch hier. Sie sitzen dort!“ Er zeigte auf die Kanzel, das Klavier und auf einen leeren Platz im Kinderraum, wo Rafaël lächelnd mit den Kindern spielte und genoss, dass sie ihn sahen. „Ja – es ist schön hier.“ sagte Natanaël – „aber dennoch suche ich jemanden. Ich dachte ich finde ihn leicht, denn ich habe einen Auftrag für ihn. Er ist sehr engagiert in der Gemeinde und bekleidet wichtige Ämter ich dachte, er würde mir gleich ins Auge fallen.“ „Hm – ich weiß, wen du meinst. Gut, dass du da bist.“ Sagte Simon ernst. „Komm ich zeige dir Bernd.“ Simon nahm Natanaëls Hand und sie gingen durch die schöne Kirche. Aus lauter Freude fing Natanaël einen Sonnenstrahl, der durch das bunte Fenster hereinguckte und schickte ihn auf das Gesicht einer jungen Frau, die sogleich lächelte. „Dort ist er.“ Simon riss Natanaëls Blick von der Frau weg. Er blickte nach vorne und sah Bernd, der in der hintersten Reihe auf der Seitenempore saß. Hier standen die Bänke nicht so eng zusammen und auch sonst hatten nur wenige Leute den Weg auf die einsame Seitenempore gefunden. Bernd hatte den Kopf gegen die Wand gelegt und starrte dumpf nach vorne. Er hatte die Arme vor der Brust verschränkt und die Beine nach vorne ausgestreckt. Natanaël setzte sich ruhig neben ihn.<

Bernd hatte seinen Platz bewusst gewählt. Es war einfach eine zu kurze Nacht gewesen. Aber – nicht in die Kirche gehen, diesen Gedanken hatte Bernd gar nicht gehabt. Er musste schließlich heute noch einige Dinge abklären, damit verschiedene Veranstaltungen in der nächsten Woche auch gut ablaufen konnten. Ein wenig delegieren – denn schließlich erwartete man von ihm, dass der Männergebetskreis sich treffen konnte, dass die Jungschar lief, auch wenn er später kam und dass die Sitzung des Bauausschusses nicht vergessen wurde. Ja, Bernd war eine wichtige Person in der Gemeinde. Aber in letzter Zeit – eigentlich schon seit mind. zwei Jahren, lief es nicht mehr so gut. Er  fühlte sich ausgelaugt und müde. Manchmal wusste er sogar nicht mehr so richtig, warum er, warum die anderen das alles machten und warum es eine Kirche gab. Gab es GOTT? Wer sagte eigentlich dass es alles stimmte und wer hatte ihn einst davon überzeugt? Wo war GOTT – kümmerte er sich um die Menschen? Er, Bernd, konnte zumindest in seinem Leben – wenig davon erkennen – wenn man sich nicht um alles selbst kümmert – wo kommt man dann hin? Und Mitarbeit in der Gemeinde war doch zu einem großen Anteil im Augenblick für ihn eine Last. Konnte GOTT das wirklich wollen? Hätte er nicht viel lieber am Mittwoch Fußball gucken wollen, als mit dem Bauausschuss zu tagen? Oder am Samstag – wär es nicht schöner seinen Freund nicht nur am Morgen zu besuchen, sondern den ganzen Tag mit ihm zu verbringen. Stattdessen ging er in die Jungschar, wer wusste ob überhaupt Kinder kamen? „Überhaupt – die Sachen die ich mache – hm – auch der Hauskreis – irgendwie krebst das so alles vor sich hin. Der Schwung fehlt einfach.... wo ist GOTT?...“ „... und abermals sage ich freuet euch! schreibt Paulus...“ Fetzen der Predigt drangen an Bernds Ohr. „Wo ist GOTT – warum zum Kuckuck soll man sich noch mal freuen? Und worüber? – Komisch – dass ich das so denke!“ erschrocken fuhr Bernd hoch. Nein, so weit war es doch wohl doch nicht. Er hatte Jesus lieb! Das wusste er es war sicher, Jesus hatte sein Leben gerettet und ihm schon oft geholfen. „Es ist halt eine schlechte Phase.“ Seufzte er –„aber dennoch komisch... solche Gedanken... die schlechte Phase habe ich doch schon länger – noch nie habe ich so gedacht. GOTT im Himmel was ist nur los mit mir? Kannst du mir helfen das zu ändern?“

Natanaël lächelte vor sich hin. Aber dennoch musste er sich bewusst machen, dass sein gutes Stück Arbeit vor ihm lag. Er stand auf, hob seine Hände und lobte GOTT für Bernd und dafür, dass GOTT Gebete hört, ehe sie ausgesprochen werden. Als er aufhörte, setzte sich Bernd gerade wieder hin. Natanaël hatte gar nicht bemerkt, dass die Gemeinde zum Vater unser aufgestanden war. Bernd sackte etwas in sich zusammen. Was war nur los mit ihm?

 

Natanaël begleitete Bernd und war beeindruckt von den Begabungen, die er hatte. Er freute sich, dass gerade er zu Bernd geschickt war und dass er Bernds Gaben nehmen durfte und dass sein Herr dann darüber verfügen konnte. Natanaël betete und schließlich wusste er genau, wie er seien Auftrag gestalten musste.

 

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Sein erster Einsatz war im Mittwochsgebet. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Natanaël Bernd begleitet

Bernd kam so fröhlich wie schon lange nicht mehr zum Gebetskreis. „Mensch – du siehst gut aus!“ sagte Hans. „Es ist eine gute Woche!“ Bernd las den Bibeltext vor. Natanaël schaute ihn erwartungsvoll an. Aber Jesu Worte „Kommet her zu mir alle die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“ Gingen kalt an Bernd vorüber. Er schlug die Bibel zu „Nun wollen wir beten.“ Wieder schaute Natanaël erwartungsvoll auf Bernd, der sich zu den anderen setzte und den Kopf senkte.

Natanaël war wirklich enttäuscht, als er hörte, dass Bernd nur in Floskeln redete. Kein Wunder, dass wir schon lange von ihm nichts mehr gehört haben... dachte er, erhob sich und betete GOTT an. Dann stellte er sich hinter Bernd und legte leicht die Hände auf seine Schultern.

Bernd hörte nur halb, wie Hans betete – seine Gedanken waren abgeschweift. Er konnte es sich erlauben, denn die anderen würden jetzt min. eine halbe Stunde lang beten. Wenn er am Schluss noch mal was sagte, dann reichte es aus. Er überlegte gerade, welche Punkte sie noch im Bauausschuss besprechen mussten, als er plötzlich den Faden verlor. Er fühlte ein warmes, behagliches Gefühl, das ihn durchströmte. Seine Schultern entspannten sich. Er hielt inne. „Oh – jetzt bin ich ganz raus gekommen – ich wollte doch beten für den Bauausschuss – also GOTT bitte sei dabei und was müssen wir noch besprechen? Hm...“ Aber wieder verloren sich seine Gedanken. Natanaël hinter ihm lächelte.

 

„...und lieber Vater im Himmel bitte sei auch bei unserem Kreis hier und segne du Bernd, der sich immer so viel Mühe macht...“ betete Hans gerade. „Oh – wenn der wüsste“ dachte Bernd und wurde auf einmal unsagbar traurig. „Aber es war doch mal anders... aber immerhin – das ist schon länger her. Ich habe den Kreis hier gegründet – es war keiner da, der so was machen konnte. Aber heute? Die Luft ist raus – hm brauchen sie mich eigentlich hier? Werde ich hier gebraucht und ist das mein Ding? Oh – schon wieder so komische Gedanken. Mensch ich sollte was dagegen tun.“ dachte Bernd und sprach dann das Abschlussgebet – in einer gekürzten Fassung, weil seine Gedanken ganz durcheinander waren. Natanaël legte ihm die Hand auf die Schulter und verließ mit ihm gemeinsam die Kirche.

 

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Wieder begleitete Natanaël Bernd eine Zeit. Dann kam Phase zwei in Natanaëls Plan. Es war am Donnerstag. Bernd hatte Hauskreis. Ein wenig missmutig griff er nach seiner Bibel und erklärte seinem Sohn, dass er morgen mit ihm spielen würde. Er setzte sich ins Auto. Natanaël setzte sich auf die Rückbank. „Hm“, dachte Bernd „ich sollte mich nicht ärgern – ich sollte mich auf den Hauskreis freuen – vielleicht wird es ja interessant!“ Bernd lächelte und freute sich plötzlich auf den Abend.

Heute hatte Simone die Leitung. Sie war etwas jünger als Bernd. Normalerweise hätte Bernd ihr von Anfang an nicht zugehört, aber nun setzte er sich in gespannter Erwartung auf das Sofa und hörte Simones Einleitung zu. Sie erzählte von einem Seminar, das sie am letzten Wochenende besucht hatte. Es ging um Geistesgaben. „Och“ – dachte Bernd enttäuscht „mit diesem Thema habe ich mich schon oft beschäftigt. Ich kenne meine Gaben – schade, es wird wohl doch nicht so spannend.“ Der Abend verlief, relativ normal. Sie erzählten von ihren Gaben und lasen, was in der Bibel dazu stand.

Bernd konnte sich aber zu seinem Erstaunen gut konzentrieren und fand sogar spannend, was seine Freunde zu dem Thema sagten. Natanaël kniete neben dem Sofa und legte nun den Finger auf Bernds Bibel.

Eine kleine Gesprächspause entstand – Bernds Blick fiel auf die aufgeschlagene Bibel und blieb an einer Stelle hängen. Immer wieder las er sie. Er wunderte sich – wieso war das eigentlich gerade aufgeschlagen? Hatte er denn Philipper aufgeschlagen? „Freuet euch in dem Herrn allewege...“ Er dachte nach – das war ja schon wieder dieser Vers – von Sonntag... „Bernd“, Monica sah ihn an und lachte „du hast wohl eine Vision oder was für tiefsinnig theologische Gedanken verfasst du gerade – so versunken wie du bist – möchtest du noch Saft?“ sagte sie und hielt die offene Flasche hoch. „Was... ähm – ja klar ein halbes Glas bitte!“ er hielt das Glas hin und starrte wieder in die Bibel. „Wisst ihr – dieser Vers hier“ er tippte auf die Bibel „verfolgt mich – ich weiß nicht, warum.“ Simone lächelte ihn an „Fein – frag GOTT! Er will dir sicher etwas sagen!“ „Ähh – ja – ja du hast wahrscheinlich Recht.“ Stotterte Bernd und wusste nicht, ob er sich gerade selbst glaubte oder nicht. Für den Rest des Abends war er ungewohnt schweigsam. Auch als er nach Hause fuhr war er sehr still. Er ließ das Radio aus und fuhr durch die Nacht.

Natanaël saß auf dem Beifahrersitz und schaute Bernd unentwegt an. Schließlich schüttelte er lächelnd leicht seinen Kopf, legte seine Hände auf Bernds Kopf und hob seinen Blick. Im selben Moment klärten sich Bernds Gedanken.

Er holte tief Luft und begann langsam zu reden. „Herr, ich habe lange nicht mehr mit dir gesprochen....“ erschreckt über diese Worte hielt er inne. Natanaël nickte ernst aber ermutigend. „Ja... und das ist – ist wirklich nicht gut. Es tut mir leid. Oh GOTT es tut mir leid...“ Bernds Stimme zitterte. Natanaël hob den Kopf – er lauschte. Dann nahm er Bernd in den Arm.

Einen Moment lang passierte gar nichts. „Ich möchte dass alles anders wird – ich will zurück zu dir – weil – weil du mir fehlst.“ Bernd begann aufrichtig und ausgiebig mit GOTT zu reden. Natanaël saß auf der Motorhaube des Autos und lenkte es  lächelnd sicher über die Straße, während Bernd eine Audienz bei seinem Herrn hatte.

Bernd weinte. Er verstand plötzlich wie sehr sich GOTT nach ihm gesehnt hatte und er nach IHM. Er weinte noch immer, als er sein Auto in die Garage fuhr. Es war schon spät und Bernds Frau war schon im Bett. Bernd setzte sich in das dunkle Wohnzimmer, schloss die Tür und betete weiter. Eigentlich betete er nicht sondern legte den Kopf in seine Hände. Natanaël legte seine Hand auf Bernds Kopf. So wurde er ganz ruhig. „Ich habe dich lieb, Jesus. Hilf mir!“ sagte Bernd nach einer langen Zeit.

Natanaël schaute plötzlich auf – er lächelte den Besucher an, der jetzt den Raum betreten hatte. Dann stand er auf und verließ den Raum. Bernd aber führte ein langes Gespräch mit seinem Herrn.

Als Bernd schließlich müde aber tiefglücklich ins Bett ging, kehrte Natanaël ins Wohnzimmer zurück. Der Glanz seines Herrn lag noch im Raum. Er lauschte – und wusste, was er weiter zu tun hatte.

 

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Nachdem Bernd dieses Erlebnis gehabt hatte, fühlte er sich wie neu geboren und ging gerne in die Jungschar. Er erzählte den Kindern voller Freude von Jesus. Natanaël saß neben einem Jonas, der kleinste der Gruppe. Bernd wunderte sich zwar, dass Jonas den leeren Stuhl neben sich nicht wegräumen wollte aber Jonas legte heute großen Wert darauf, daß ein Stuhl für Jesus frei blieb. Sie begannen ein Ballspiel zu spielen. Dirk, ein Mitarbeiter, der heute die Jungschar mit leitete ereiferte sich sehr und rannte dem Ball nach. Natanaël sprintete hinterher. Dirk verfehlte den Ball, der den Hang hinunterkullerte. Tom fing den Ball unten ab, aber Dirk rutsche unglücklich aus und stolperte den Hang runter und fiel schließlich hin.

Natanaël hatte sich auf den Boden geworfen und Dirk lag auf ihn. „Uh!“ sagte Natanaël und stand auf, langsam stützte er Dirk, der sich jetzt aufrichtete. Besorgt kam Bernd angelaufen. „Soll ich dich zum Arzt fahren?“ rief er von Weitem. „Nein, es ist alles OK – wie ein Wunder – mir ist nichts passiert. Nur meine Hand blutet etwas.“ „Das ist wirklich ein Wunder.“ meinte Bernd. Sie wickelten einen Verband um Dirks Hand und spielten weiter. Schließlich wollten die Kinder noch ein Lied singen. „Das muss heute ausfallen.“ sagte Dirk – „ich kann heute nicht mehr Gitarre spielen“ er  deutete auf seine Hand. Die Kinder waren enttäuscht.

Natanaël stand neben der Gitarre. „Nun“ sagte Bernd „dann muss ich wohl spielen.“ Die Kinder jubelten und sangen das Abschlusslied. Dirk starrte Bernd erstaunt an „Ich wusste gar nicht...“ – „Ich hatte es auch fast vergessen.“ lächelte Bernd „Hey, Bernd das war wirklich gut!“ „Ja, in letzter Zeit läuft vieles gut.“ „Nein, nein auch so mit der Gitarre – das war wirklich gut – du könntest was draus machen. Woher kannst du das?“ „Ach das ist lange her – ich hab mal als Jugendlicher in einer Band gespielt.“ „Wow!“ rief Dirk „Ja“ Bernd lachte „Bass – es war eine gute Zeit damals!“ Du kannst das – findest du nicht, dass du eine musikalische Gabe hast?“ Eine Sekunde lang dachte Bernd an den Hauskreisabend – Natanaël nickte lächelnd. „Tjaaa...“ machte Bernd und nickte langsam. „Weißt du was – ich habe eine Idee...“ flüsterte Dirk schließlich.

 

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„Natanaël! Shalom“ Simon begrüßte Natanaël am Sonntag Morgen freudig. „Du bist noch hier? Dein Auftrag ist ein schwerer.“ „Nein“ Natanaël lächelte „Preis den Herrn, er ist groß – es ist ein guter Auftrag.“ Er deutete auf Bernd, der gerade Hans zur Seite gezogen hatte. „Warum?“ fragte Simon – „Komm“ sie gingen zu den beiden. „Hans,“ Bernd war gelaufen und etwas außer Atem. „Bevor wir in den Gottesdienst gehen muss ich dich noch kurz sprechen.“ „Was hast du auf dem Herzen?“ „Hans, weißt du – der Gebetskreis – ich bin nicht so, wie die Leute mich sehn weißt du. Ich hab ihn mal gegründet und es ist eine gute Sache – aber schon lange ist es für mich nur noch eine Last und ich bin nicht wirklich dabei. Ich bin kein guter Leiter. Hans bitte vergib mir! Ich weiß, dass dir der Kreis wirklich ein Anliegen ist. Du bist immer da und du betest viel – auch zu Hause für die Anliegen und die Leute – ich finde – also ich finde du solltest die Leitung übernehmen. Halt – sag nichts – ich weiß, dass dieser Kreis einen sehr hohen Stellenwert hat in unserer Gemeinde und eine hohe Verantwortung auf seinem Leiter liegt aber du bist der bessere Leiter von uns beiden – auch wenn es nach außen manchen wundern wird.“

Bernd atmete auf und schaute Hans an. Hans schwieg – dann nahm er Bernd in den Arm. „Ich habe darum gebetet, ich habe so gehofft, dass du GOTT wieder neu sehen kannst – über deine ganzen Aufgaben hinweg. Naja – dass du jetzt meinst ich soll den Kreis leiten – ich weiß nicht, darüber muss ich mal noch nachdenken. Aber – Bernd ich bin doch dein Freund – meinst du nicht ich hätte nicht gesehen, was mit dir los war. Sicher auf die anderen hast du einen guten Eindruck gemacht – und es mag richtig sein, was du sagst sie werden sich wundern, wenn du den Kreis abgibst – immerhin du hast dieses Amt... aber ich weiß Bernd, es ist nicht dein Platz. Du bist ein wunderbarer Mensch – du bist treu in deinen Diensten aber GOTT möchte uns Freude schenken nicht wahr?! Ja.“ „Ja“ Bernd lachte – „das ist wahr. Weißt du ich werde noch ein paar andere Einschränkungen machen – aber ich werde auch etwas neu beginnen – weil GOTT unser Herr zu loben ist!“ „Oh – was...“ Hans guckte erstaunt. „Du wirst es sehn!“ lachte Bernd „Aber komm jetzt – wir kommen sonst zu spät“

Simon sah Natanaël an und grinste – „Na was habt ihr da ausgeheckt?“ „Lass dich überraschen – es ist so wie unser Herr immer etwas macht, wenn er darf. Für viele verwunderlich – aber das beste, was dem Menschen passieren kann – und außerdem macht er uns damit die größte Freude. Komm!“

 

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Natanaël und Simon saßen zwischen ihren Freunden auf dem Geländer der Empore. Die Gemeinde sang heute besonders schön – sie sangen länger als sonst und sie sangen auch einige neue Lieder. Natanaël und Simon klatschten vergnügt in die Hände, während Rafaël und Taddäus vor dem Altar einen wilden Tanz aufführten. Schade, dass man ihn nicht sehen konnte. Die Menschen sangen Loblieder und es machte ihnen Spaß auch wenn einige immer wieder sehr verwundert nach vorne schauten wo Simone am Klavier, Dirk mit seiner Gitarre und Bernd mit einem E-Bass das Lob des HERRN begleiteten. Simon und Natanaël waren sich nicht einig darüber, ob sie so verwundert guckten, weil Bernd im Gottesdienst E-Bass spielte oder weil man ihn selten so glücklich gesehen hatte.

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“Da sprach Gott zu Mose: Ich bin, der ich bin. Dann sprach er: So sollst du zu den Söhnen Israel sagen: Der >> Ich bin << hat mich zu euch gesandt.” 2. Mose 3, 14


Letzte Aktualisierung der Homepage: 21. Dezember 2005