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Florenz / Bericht von Kathrin
Die Reise
Wir sind am Freitag los und waren schon umkämpft, weil wir alle aus super stressigen Tagen kamen und bei mir war kurz vor Feierabend noch richtig was los (negativ) auf der Arbeit. Dann hatten wir auch bis mittags keinen, der uns zum Bahnhof fährt. Aber es hat sich dann doch alles so gefügt, so dass wir pünktlich um 18:40 Uhr unseren Zug betreten konnten.
Auch die Fahrt war nicht gerade stressfrei – denn lag es jetzt an Angriffen oder einfach an der DB alle unsere Züge hatten Verspätung, so dass wir jeweils auf „heißen Kohlen“ saßen und bangen mussten, unseren Anschlusszug nicht zu kriegen. Aber auch hier hat Jesus uns geholfen. Der arme Werner war allerdings ziemlich fertig – er kann solche Situationen nicht gut aushalten. Im letzten Zug – den Brenner – Express – hatten wir Sitzplätze. Das war insofern dumm, dass wir über Nacht fuhren. Leider war auch im Abteil neben uns Jugendliche, die „Party“ machten. Sei es wie es sei, wir kamen gegen 9 Uhr in Florenz an und fanden mit Hilfe von Touristinfo und Busfahrern heraus, wo unser Hotel ist.
Das allerdings war genial – es war ein Haus, welches von Franziskanernonnen geleitet wurde. Es war günstig und super sauber und die Nonnen waren sehr nett. Außerdem und das war das Beste: wir hatten eine eigene Kapelle im Hotel und diese hatte eine sehr gute Atmosphäre. Ich fragte, ob wir sie auch benutzen könnten und die Nonnen waren total begeistert.
Palazzo Riccardo de Medici
Als wir uns ein wenig ausgeruht hatten, beteten wir und fragten Jesus, was wir jetzt mit dem angebrochenen Tag (es kam uns vor wie nachmittags – es war aber erst Mittag) machen sollen. Durch einige Bilder usw. bekamen wir heraus, dass wir wohl zum Palazzo von Riccardo de Medici gehen sollten. Dort dominiert nämlich im Innenhof sehr auffällig das Wappen der Medici und wir hatten durch Gebete herausbekommen, dass dieses Wappen was mit den Würmern zu tun hat, die jemand vorher in einem Bild gesehen hatte, denn wir hatten im Vorfeld auch einen Wurm als Bild und der hieß „Europa“ nun hat Italien ja ab nächsten Monat den EU Vorsitz und außerdem haben die Medici ihre Macht in ganz Europa verstreut - dazu kommt das Bankwesen, das sie mit geprägt haben, in Florenz entstanden ist und nun auf der ganzen Welt funktioniert.
Auf unserer Tour nach Florenz haben wir auch gelernt, dass wir noch viel lernen müssen. Wir standen ständig unter „Beschuss“ nur leider konnten wir in den meisten Fällen diese Angriffe nicht in dem Augenblick – sondern erst viel später (bzw. erst bei unseren Rückblicken jetzt hier zu Hause). Jesus hatte mir vorher einen Satz gesagt „und wenn dann ein Sturm kommt, haltet euch nicht fest, denn es ist gutes Wetter“ Dieser Satz bedeutet wohl, wenn ein geistlicher Sturm kommt – also wenn wir Satan in Florenz stören., dann sollten wir uns nicht festhalten d.h. nicht an unseren alten Mustern und Verhalten festhalten sondern mitgehen und im Augenblick reagieren, wie es das Gefühl ist.
Zur Danny sagte Er hinterher, ihr müsst lernen, schneller zu reagieren. Und das stimmt, wir haben oft etwas gefühlt : aber es nicht artikuliert. So auch in Riccardos Palast. Wir fühlten Uneinigkeit. Wir stellten uns jedoch jeder in eine Ecke des quadratischen Innenhofes und beteten so, dass unsere Gebete sich über der Mitte trafen. Nach einiger Zeit nahm ich einen großen Engel wahr, der in der Mitte stand, aber sich nicht bewegte. Danny hatte das Gefühl ein Kreuz mit Salböl auf den Boden zu malen – tat es aber nicht (Angriff!).
Zufrieden waren wir mit unserer Tat hier nicht – aber wir gingen weiter in den Garten. Dort haben wir uns dann nochmals zusammengesetzt und gebetet und die Macht des Wappen gebrochen (Das Wappen beinhaltet übrigens Kugeln (je nach Familienzweig verschieden viele) und in einem Bild sahen wir auch im Vorfeld einen Wurm, der eine Kugel frisst). Dann haben wir uns noch den restlichen Palast angeguckt – unser Gefühl war jetzt viel besser! In einer Ausstellung über die Medici bemerkten wir, dass um diese Familie ein echter Kult gemacht wurde – sogar Haare und Zähne wurden ausgestellt. Auch hier beteten wir – aber auch hier wurden wir angegriffen, da wir sehr verhalten waren beim Beten, denn es kamen ständig andere Besucher der Ausstellung vorbei, die uns irritierten. Als wir fertig waren, guckten wir noch den Rest des Palastes an – aber irgendwie – wir konnten nichts besonders schön finden – auch Fotos wollten wir gar nicht machen – dies war für uns halt nicht einfach eine Sehenswürdigkeit.
Interessant war aber noch, dass genau in diesem Palast auch das Stadtparlament tagt! Dann gingen wir nach draußen, wir kauften Getränke und Markus bekam endlich seinen 500 € Schein gewechselt, den er dabei hatte (das war eine Segnung, denn er hatte es unbedacht mitgenommen und angenommen, dass man überall damit auch einkaufen kann aber so leicht war das nicht – aus Angst vor Falschgeld lehnten alle ab, diesen Schein zu nehmen und so hatten die beiden zwar sehr viel Geld – aber konnten doch nichts kaufen – verrückte Welt ;-) )
Hinter dem Palazzo de Riccardo war eine Art Straßenbasar, über den wir bummelten. Allerdings waren wir total fertig und konnten es gar nicht richtig genießen – so machten wir uns auch bald wieder auf dem Weg zum Hotel. Dort schliefen wir erst mal und gegen acht kam eine Bekannte von Danny. Danny und Markus haben ja Kinder in der Ukraine adoptiert und dabei haben sie ein Paar kennen gelernt, die auch ein Kind adoptierten und aus Florenz kamen – Anna Maria ist sehr nett und freute sich sehr und an diesem Abend als Gast zu haben. Wir fuhren also mit dem Bus durch die ganze Stadt, um dann richtig italienisch zu Abend zu essen. Leider ging es Danny nicht gut – ihr Kreislauf war total am Ende – sie konnte nur liegen und hat sich letztlich auch übergeben müssen. Man muss dazu sagen, dass wir auch den ganzen Tag nichts vernünftiges gegessen hatten aber wir sahen das schon auch als einen Angriff an.
2. Tag / Uffizien
Aber am nächsten Morgen ging es ihr schon wieder gut – GOTT sei Dank! Dennoch waren wir weiterhin umkämpft. Beim Frühstück wollte Markus einen Spaß mit mir machen, der leider einen Tonfall besaß, der eine sehr wunde Stelle in mir traf und so entstand eine sehr starke Missstimmung. Erst als wir uns zum Gebet in der Kapelle trafen und darüber sprachen verschwand sie wieder. Wir beteten und fragten Jesus wieder, was wir tun sollen. – Das war ein kleines Problem für mich – denn so unvoreingenommen wie wir auf Patmos waren wir hier nicht.
Uns hatten die Uffizien interessiert (das ist eine Bilderausstellung – Sammlung der Medici) Anna Maria arbeitet in einem Hotel und sie hatte uns angeboten Reservierungen für uns dort zu hinterlegen, da man sonst mind. 2 Std. warten muss eh man überhaupt rein kommt. Hinterher sahen wir dies durchaus als eine Segnung an aber ich wusste am Morgen ja noch nicht, ob wir überhaupt dort hin sollen. Aber es stellte sich heraus, dass Jesus das auch eingeplant hatte. Es ist so, dass ich eine alte Frau aus meiner Gemeinde um Gebet für Florenz gebeten hatte. Mit dieser Frau habe ich schon öfter über Gott gesprochen in der Hinsicht, dass er ja auch sich mitteilt. Diese Frau hat sehr häufig Träume und viele von ihnen bestätigen sich – leider traut sie sich nicht darüber zu reden, weil ihre Freunde darüber lachen. Ich habe sie versucht zu bestätigen und ihr die Sache mit Florenz (und den Bildern und Eindrücken hierfür) erzählt. Sie war total begeistert! Dann rief sich mich aufgeregt an und erzählte, dass sie in der Nacht vom 06. auf den 07. Juni 2001 (!) (das ist genau auf den Tag 2 Jahr VOR unserer Nachtfahrt nach Florenz) einen Namen geträumt hat – und zwar den Namen „Goes“. Sie fand heraus, dass dies ein Maler war. Hugo van der Goes – ein Niederländer malte im Auftrag von Lorenzo de Medici ein Tripthychon von Jesu Geburt, welches nun (ratet mal wo...) in den Uffizien hängt. Interessant ist bei diesem Bild, dass Goes als erster darauf verzichtet hat, die hlg. Drei Könige zu malen sondern die Anbetung der Hirten dargestellt hat. Wir beteten also – und u.a. hatte ich ein Bild von diesem Altarbild über der Geburt war allerdings das Kreuz zu sehen. Außerdem sah ich noch einen Geist, den ich aufmalen konnte und Werner konnte so seinen Namen „Dummheit“ sagen. Dieser Geist verdummt die Leute, die nach Florenz kommen, so dass alle denken „boah – dies ist eine tolle Stadt – dies ist eine tolle Ausstellung – dies ist alles super toll“ und in Wirklichkeit ist das aber nicht so super alles.
Wir gingen also los und holten uns im Hotel Astoria bei Anna Maria unsere Reservierung ab. Es war schon angenehm, an den wartenden Massen vorbei zu gehen. Als wir in den Uffizien den Raum betraten, wo das Bild, welches Gisela geträumt hatte, ausgestellt war, verstanden wir auch sofort, warum Jesus wollte, dass wir hier beten. Genau gegenüber von seiner Geburt (das Bild nahm eine ganze Wand ein) war die Geburt der Venus dargestellt. Da in allen 10 Räumen zuvor nur ausschließlich christliche Bilder ausgestellt waren, war dies hier schon ein besonderer Raum. Vor dem Bild „Geburt der Venus“ stauten sich die Leute. Ich glaub es ist relativ bekannt. Wir beteten also, dass eine unsichtbare Mauer in der Mitte des Raumes war und dass die Leute, die hier herkommen verstehen, dass die Geburt Jesu etwas anderes ist als diese mythologischen Bilder, die nach diesem Raum auch häufiger gezeigt wurden. In diesem Raum schied sich also der Charakter der Ausstellung.
Noch ein anderer Aspekt wurde uns – vor allem Markus wichtig. Markus liebte es nicht so sehr alte Bilder anzusehen. Die meisten waren wirklich Altarbilder und sie zeigten fast alle Maria mit dem Kind. Aber viel der Bilder zeigten ein großes Bild und am Rand oder unten Miniaturen. Dort wurde z.B. dargestellt, wie ein Heiliger ein Kind von den Toten wieder auferweckt. Das, was wir heute aus den Erweckungsländern hören gab es also früher auch hier. Dann wurde dargestellt, dass dunkle Engel einen Mann aus der Kirche ziehen oder kleine Dämonen (hässliche schwarze Wesen) Menschen Unglück zufügen. Markus war von diesen Darstellungen fasziniert – wir auch – schließlich war es das, was viele Christen heute nicht verstehen wollen wohl im 14 – 15 Jhd. Für unsere Väter völlig normal. ...
Aber als wir unseren „Auftrag“ erledigt hatten, sahen wir seltsamer Weise entweder nur noch Bilder, die uns nicht so sehr interessierten, oder wir hatten das Interesse verloren – oder beides. Jedenfalls kamen von nun an nur noch Bilder, die keine geistliche Situationen mehr darstellten und so ließen wir sogar die letzten 2 Räume sausen, weil wir so k.o. waren – wir haben uns aber drei Stunden mind. in den Uffizien aufgehalten – und das war z.B. für Markus nach seinen eigenen Angaben schon ein Rekord.
Als wir wieder auf der Straße standen begann es zu donnern und es fielen einige Tropfen Regen. Wir setzten dies – hinterher – in Verbindung mit unserer Aktion gegen die Himmelskönigin zu beten. Wir haben von ihr durch ein Freitagsfax erfahren und aus einem Buch von Anna Mendes. Anna Mendes hat mal auf dem Himalaja gegen sie gekämpft. Es ist eine Erscheinung, die man in allen möglichen Religionen und Mythen wiederfindest. Sogar in unseren germanischen – also quer durch die Welt. Sie zeigt sich mit Kind auf dem Arm und ich denke, dass alle Marienerscheinungen, die es je gab, von diesem Geist inszeniert wurden. In kath. Ländern – und natürlich auch in Florenz erscheint nun diese Mariendarstellung westenlicht häufiger und heiliger aufgemacht als Jesus selbst – das kann es ja wohl nicht sein. Dagegen haben wir auch in den Uffizien gebetet. Anna Mendes sagt aber auch, dass sie sehr mächtig ist.
Jedenfalls gingen wir wieder Richtung Dom, als es anfing zu regnen. Wir hatten Hunger und es war auch schon 16 Uhr – diesmal wollten wir nicht den gleichen Fehler machen wie am Tag zuvor und suchten eine Selbstbedienungspizzaria. Gerade als Danny und ich mit dem Tablett wieder nach draußen kamen hörten wir Trommeln. Markus war nicht am Platz - Werner stand mit Kamera vorm Gesicht vor dem Tisch. Auf der Straße ca. 50 m von unserem Essensplatz weg fand eine Parade statt. Menschen in mittelalterlichen Kostümen und mit Pferden und Trommeln zogen die Straße entlang – besonders beeindruckend fanden wir die Fahnenschwenker – das für Jesus – das wäre toll. „Jesus zieht in Florenz ein“ so war unser Empfinden beim Anblick dieser Parade.
Nach dem Essen beschlossen wir aber nicht der Parade zu folgen, sondern uns weiter um unsere Aufträge zu kümmern und so machten wir uns auf den Weg zum Dom. Als wir am Dom angekommen waren, wussten wir, dass wir auf einen Turm gehen sollten, denn Danny hatte geträumt, dass sie 12 Steine mit Bibelstellen auf einen Turm legt. Sozusagen als Wächter über der Stadt. Wir wussten aber nicht welchen Turm – obwohl sich Danny eigentlich sicher war, dass es die Kuppel des Domes selbst war. Wir stellten uns aber in eine Ecke und beteten. Im selben Moment, wo wir Jesus nach dem richtigen Turm fragen, begannen die Glocken des Domes zu läuten. Das war Antwort genug – zu mir sagte er übrigens noch „das ist der falsche Turm“ als ich an einen bestimmten Turm dachte. Also – wir sollten auf / in den Dom. Aber wir mussten feststellen, dass der Dom schon geschlossen hatte – gerade jetzt um 17:30 Uhr machte er zu. Das aber knickte uns nicht sehr, denn wir hatten im Vorfeld auch einen Tipp (auf dem Gebetsberg in Lüdenscheid) bekommen von Jesus, dass wenn wir mal nicht fertig werden an einer Stelle, dass wir dann wieder kommen sollen. Also hatte er so etwas einkalkuliert und das tröstete uns. So konnten wir uns jetzt voll der Parade widmen.
Am Ende der Parade waren Fußballspieler (in mittelalterlichen Kostümen) gezogen und ich hatte in einem Reiseführer gelesen, dass in Florenz jedes Jahr ein mittelalterliches Fußballspiel stattfindet. Allerdings sollte dies lt. Reiseführer immer am 24.06. stattfinden. Ich weiß nicht genau wie wir auf die Annahme kamen, dass dies wohl das entsprechende Fußballspiel sein müsse. Es wird nicht nur in mittelalterlichen Kostümen abgehalten – sondern auch nach den entsprechenden Regeln. Ich hatte mir schon beim Lesen im Reiseführer gewünscht das zu sehen – wir verstanden es als eine Art „Sahnehäubchen“ von Jesus und machten uns auf die Suche.
Leider war dies nicht so einfach, wie wir dachten, denn auf dem Platz, wo wir es vermuteten war es nicht – ebenso wenig am Arnoufer, wo Markus es vermutete. Kurzerhand fragte er dann aber Polizisten, die in einem Streifenwagen vorbeifuhren. Sie erklärten uns etwas belustigt den Weg. Wir fanden das Fußballspiel – wenn man es denn dann so nennen kann. Es ist eine Mischung aus rumbalgen, ringen, Fußballspielen und Spielabbrüchen, weil jemand verletzt ist. Das Ganze findet auf einem Sandplatz statt. Schön – man muss es gesehen haben!
Als wir dies genug getan hatten, saßen wir irgendwo in einem Straßencafe und konnten nicht mehr. Wir überlegten, was wir noch machen könnten, aber wir waren so k.o. dass wir nur noch beschlossen irgendwo zu Abend zu essen. Danny hatte da eine bestimmte Pizzeria im Auge und zu dieser gingen wir dann auch. Einmal zumindest musste ich doch in Italien Pizza gegessen haben – Werner fühlte sich für den Wein verantwortlich und suchte eine Flasche aus, von der wir hinterher feststellten, dass sie 22 € kostete... nun gut – es hat geschmeckt. Irgendwann in dieser Nacht trotteten wir zurück zu unserem Hotel – ich hatte mit meiner Vorahnung recht, dass wir abends froh sein werden, wenn wir die Füße hochlegen können und nicht mehr rumlaufen müssen.
Während die anderen sich frisch machten, ging ich noch in die Kapelle. Einige Nonnen kamen auch aber sie waren eher entzückt als sie mich da sahen (ich dachte ich störe sie vielleicht) Jesus sagte mir (genau weiß ich es leider nicht mehr) dass wir morgen dann zügig machen sollen und zum Dom gehen sollen. Ich verstand auch, dass der Wurm Florenz im Würgegriff hat. Mit diesen Impulsen ging ich zurück ins Zimmer – die anderen hatten sich inzwischen auf dem gemeinsamen Balkon vor unseren Zimmern versammelt.
Bei Chips und Rotwein wollten wir den Abend ausklingen lassen. Wir unterhielten uns aber auch über die Ereignisse des Tages. Besonderes Thema waren nochmals die Uffizien und der Marienkult, wo wir einer Freundin dann eine SMS schrieben, weil wir feststellen wollten wann und warum Maria zum Himmelskönigin gekrönt wurde. Ihr Anruf brachte noch einmal ein wenig Aufregung in den Abend schließlich beteten wir noch und verschwanden in unsere Zimmer.
Im, am und um den Dom; die Paradiestür und am Arnoufer
Am nächsten Morgen hatte sich schon ein gewisses Ritual in Bezug auf Frühstück und Gebet in der Kapelle eingefunden. Schade, dass es nur zwei Tage waren, die wir hier verbringen können.
Beim Gebet sagte Jesus „Avanti avanti“ außerdem hatten wir den Eindruck des Verses „Suchet der Stadt Bestes“ irgendwo in Jeremia – Kapitel 29 glaub ich – Wir schrieben den Nonnen den Jer. – Vers auf und machten uns dann dran unsere Sachen zu packen. Die Nonnen waren sehr freundlich und wir konnten unser Gepäck bei ihnen lagern – so dass wir den Tag noch voll genießen konnten. Genießen – war gut gesagt – meine Füße taten wirklich sehr weh – ich verstehe das auch als einen Angriff, denn Jesus hatte ja auch gesagt, dass wir Florenz mit unseren Füßen einnehmen werden; Werner hatte auch gesehen, als wir durch die Straßen gingen, dass Engel uns begleiteten und überall wo diese alten Fackelhalter waren haben sie neue Fackeln rein gesteckt – aber das war halt nur auf unserem Weg. Wir gingen zunächst einkaufen. Markus betete beim Warten an der Kasse für einen Mann – sagte es aber nicht. Werner sagte hinterher, dass Engel wohl Supermärkte komisch finden, denn sie haben durch die Tür hineingeguckt.
Dann waren wir tatsächlich auf dem Weg zum Dom – wir sollten wohl nicht dahin, denn auch jetzt wurden wir wieder aufgehalten – ich hatte Hunger – Danny auch – dann hatten wir Durst und danach fanden wir keine Toilette. Schließlich wehrten wir das ab und gingen in den Dom. Der Dom erschreckte uns. Innen waren Touristen und keine Bänke – hier das war eher ein Museum – ein Ausstellungsraum schöner Kunst als ein Gotteshaus. Wir sahen uns um. Werner hatte im Vorfeld ein Bild von einem Altar gehabt, wo wir vor gebetet haben. Aber alle Altäre (vor denen dann einige Bänke standen – sonst war der Dom nicht möbliert) waren abgesperrt. Schließlich fanden wir in einer Ecke einen kleinen abgesperrten Bereich, wo auch ein Altar stand und einige Bänke - der Bereich war für Beter abgesperrt.
Wir gingen also hinein, auch wenn es mir fast wie ein „Friedensbruch“ vorkam extra die Absperrung zur Seite zu räumen. Dann aber sahen wir auch, dass wir hier richtig waren. Auf dem Altar stand eine Urne von irgend so einem Heiligen und links und rechts waren je zwei Sibyllenstatuen. Ein Kreuz war dort nicht, so war die einzige Stelle in diesem Dom, die immer für Gebet offen stand bei einem Sibyllenaltar (röm. Göttin / Visionärin) . wir beteten. Werner bildete ein Kreuz, indem er sich vor dem Altar auf den Boden legte. Markus betete vorne, Danny weinte. Ich sah diese kleinen Lobpreisengel, wie sie sich an der Wand entlang drückten und zum Altar wollten, aber es ging nicht, denn mitten davor saß ein goldgelber Drache mit zwei Köpfen und bedrohte sie – der Drache war vielleicht so groß wie eine Dogge.
Ich dachte – jemand von uns müsste vorne beteten und machte die Augen auf, da sah ich, dass Markus inzwischen schon vorne war. Dann ging er wieder – ich machte die Augen wieder zu und sah die Engel immer noch da stehen aber der Drache war inzwischen so klein wie eine Maus und einer der Engel schubste ihn mit seinem Schwert aus dem Weg. Die Engel gingen nun nach vorne, machten einen Halbkreis um den Altar und dann stieben sie an einer Leiter in die Kuppel des Doms. Ich betete vor dem Altar, damit der Drache nicht zurückkommt und malte zwei Kreuze mit Öl auf die Stufen als Zeichen. Dann gingen wir auch in die Kuppel.
Sehr hoch, sehr viele Stufen, wir waren sehr k.o. Wir beteten und Danny verteilte die Steine mit den Bibelversen, die sie zuvor in einem Traum gesehen hatte. Die Steine sollten eine Wächterfunktion übernehmen. Als wir genug gebetet hatten und alle siebenmal um die ganze Kuppel gelaufen waren, gingen wir wieder runter.
Draußen angekommen machten wir uns direkt auf den Weg auf die andere Seite des Platzes dort war das Baptisterium, mit der Paradiestür, die ich in einem Bild gesehen hatte. Eines war nur komisch –in meinem Bild war auf der Tür arabische Schriftzeichen und Symbole aber auf der Tür waren biblische Motive dargestellt. In dem Bild kniete Jesus draußen vor der Tür und neben ihm zwei Tonbeter (er kam nicht rein). Wir gingen durch eine andere Tür hinein. Innen war eine sehr schöne Deckenbemalung. Jesus, auf dem Thron (ausnahmsweise mal ohne Maria!!!) war direkt gegenüber der Paradiestür dargestellt. Ich sah mich um und las in einem Führer, dass auf dem Boden vor dieser Tür ein altes Mosaik zu sehen ist, das arabische Sternzeichen darstellt. Was das auch immer in einer Kirche zu suchen hat. Ich ging hin und betete über dem Mosaik. Ich sah einen Engel (groß und Gold mit Edelsteinen) er schnitt eine Linie mit seinem Schwert und schlitzte damit den Boden zwischen mir und der Tür auf (also genau durch das Mosaik) ich betete und er schnitt langsam. Dann kamen wieder diese kleinen Engel und hatten kleine Hämmer in ihren Händen der große Engel war mit dem Schwert noch nicht bei dem Mosaik angelangt, da hockten die kleinen schon auf der Erde und hämmerten das Mosaik mit Freude kaputt. Dann gingen wir.
Vor der Tür sahen wir uns um – hier hatten wir eigentlich einen Bettler erwartet, dem Werner einen Umschlag mit 100 € geben sollte. Aber hier war kein „Schwarzer Mann“ der zu dem Bild passte. Das frustrierte etwas aber wir gingen dann und verließen uns auf Jesus und darauf, dass er ihn uns noch zeigen würde. Wir gingen dann etwas essen.
Danach machten wir uns auf zum Arnoufer, denn einige Eindrücke im Vorfeld besagten, dass Markus eine Aufgabe am Fluss haben würde. Markus hatte auch inzwischen einen Eindruck, wo das sein sollte. Es gab eine Art Stauwehr dort, wo auch eine Brücke gestanden hatte, die im 2. Weltkrieg zerstört wurde. Dorthin gingen wir. Markus durchquerte dann den ganzen Arno (das war in der Mitte einigermaßen gefährlich) und fand schließlich einen Baumstamm. Wir hatten vorher auch mal ein Bild wo ein Baumstamm von einer Brücke fällt. Er betete und salbte den Baumstamm und brachte ihn in der Mitte des Flusses in die Strömung. Er würde so die ganze Stadt durchschwimmen. Danny hatte zweimal ein Bild gehabt, demnach ein „Tier“ im Arno wohnte. Werner hatte auf dem Weg zum Arno das Gefühl, dass wir den großen Lindwurm, der sich sonst um den Dom schlängelte vor uns her trieben. – er konnte ihn sogar hörend erahnen.
Dann waren wir nur noch fertig und machten uns auf den Weg quer durch die Stadt zu unserem Hotel zurück. Wir waren total durchgeschwitzt – es war sehr heiß. Überhaupt war diese Woche die heißeste seit 200 Jahren. Ich hatte nur einen Gedanken: waschen! Aber wie? Wir hatten ja kein Quartier mehr. Aber Jesus weiß, was wir brauchen. Als wir die Hotelhalle betraten, war das erste, was uns die Nonne sagte: waschen?. Und zeigte den Gang hinunter. Frisch konnten wir mit Gepäck wenig später in einem Taxi zum Bahnhof fahren. Eigentlich war unser Aufenthalt in Florenz damit beendet – aber es gibt noch zwei wichtige Dinge:
Der Mann
Werner war traurig, weil er noch immer sein Geld nicht abgegeben hatte. Wir beteten noch einmal und Markus meinte wir könnten neben der Bahnhofsmission mal gucken, denn die Tür, neben den wir ihn finden würden war ja eine Kirchentür.
Aber die Bahnhofsmission sah nicht so aus, als würden wir hier etwas erreichen. Aber es gab noch eine andere Kirche ganz in der Nähe des Doms. Wir gingen hin (ein letzter Versuch) auf dem Weg sagte Jesus zu Werner „geh nach links“ da die Kirche aber rechts war, ging er nach rechts – dort war kein in Frage kommender Mann.
Wir beteten wir und fragten noch mal und Jesus sagte zu mir „wartet noch – ich habe ihn gerade losgeschickt“ Da kam ein dunkelhäutiger Mann in einem Rollstuhl. Er war zuvor an einer Telefonzelle (links von unserem Weg!!) gewesen. Das war er! Werner ging hin und gab ihm das Geld. Er war sehr platt. Aber wir haben nicht erfahren, wieso er das Geld bekommen sollte. Wir mussten auch zurück.
Die Rückfahrt.
Im Zug waren wir etwas ernüchtert. Wir hatten diesmal einen Liegewagen. Aber den mussten wir uns mit 2 anderen Personen teilen. Das war sehr beengt und nicht so schön. Markus fragte einen Schaffner ob wir nicht in das noch leere Abteil neben unserem könnten. Das ging nicht.
Aber kurz danach kam der gleiche Schaffner und sagte wir könnten dort zu viert schlafen! So hatten wir eine angenehme und vergnügliche Rückfahrt und konnten unseren Morgenkaffee (irgendwo in Österreich) sogar im Behindertenabteil neben unserem einnehmen.
Als wir in Köln ankamen aßen wir noch was und fuhren nach Hause – gerade noch rechtzeitig denn kurz danach wurde der Bahnhof wegen einer Bombendrohung evakuiert.
Selbst einer von unseren Teens, der nicht glaubt, sagte dazu „Mensch, wenn ihr Jesus nicht hättet!“
J!
Kontakt: kathrin@i-am-home.de
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