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Eine prophetische Geschichte von Werner / 23. April 2002
Die Liebe Gottes
Als Gott den Menschen schuf, wollte er sehr realistisch sein.
Er war ja schließlich Gott und kein Hampelmann.
Er war erwachsen und die Menschen sollten ihn ja auch fürchten und anbeten.
Deshalb schuf er den Menschen zu seinem Bilde,
zum Bilde Gottes schuf er ihn und er schuf sie als Mann und Frau.
So realistisch und bodenständig, wie sich selbst.
Gott schuf den Menschen ohne Augen.
Sie könnten ja etwas sehen, das nicht gut für sie ist, sie könnten ja einander begehren.
Gott schuf den Menschen ohne Ohren.
Sie könnten ja etwas hören, was sie vom richtigen Weg abbringen würde.
Gott schuf den Menschen ohne einen Mund,
weil die Zunge ein böses Organ ist, welches viel Lüge verbreitet.
Gott schuf den Menschen ohne Hände,
weil sie willig zum Streit sind und Dinge anfassen könnten, die sie nicht anfassen sollen.
Gott schuf den Menschen ohne Füße,
weil sie ja aus dem Paradies davonlaufen könnten.
Gott schuf den Menschen ohne Herz,
weil es ja sein könnte, dass sie sich in Liebe zu einen anderen Menschen mehr hinwenden könnten als zu ihm.
Gott gab dem Menschen nur eine Seele,
damit sie leben hatten und nur an Gott dachten, nur ihn realisieren würden.
Und die Seele des Menschen trauerte!
Die Menschen konnten sich nicht in ihrer Umgebung zurechtfinden.
Sie konnten sich nicht sehen und nicht das wunderbare Paradies bewundern.
Sie konnten die Stimme Gottes nicht hören
und da sie keinen Mund hatten, konnten sie nicht sagen: „Ich hab dich lieb.“
Sie hatten keine Hände,
um sich zärtlich zu streicheln und einander zu helfen.
Auch hatten sie keine Füße
um durch das Paradies zu laufen zu tollen und zu toben.
Und sie hatten kein Herz,
sie konnten die Liebe Gottes und des Partners nicht erwidern.
Sie waren die elendsten Kreaturen im gesamten Universum!
Das sah nun Gott und er fing an bitterlich zu weinen und beschloss,
da er ja Gott war, alles besser zu machen.
Gott gab den Menschen nun einen freien Willen, das in Anspruch zu nehmen, was gut für sie war.
Er wollte ihnen alles schenken, was ihnen fehlte.
Zuerst wussten die Menschen nichts damit anzufangen,
doch dann begriffen sie plötzlich, was geschehen war.
Gott hatte ihnen die Freiheit geschenkt, ihren eigenen Willen zu tun.
Sie konnten plötzlich alles sehen und bestaunen,
die ganze Herrlichkeit des Garten Edens und sie sahen,
wie wunderschön Gott alles gemacht hatte.
Sie konnten plötzlich hören,
wie die Vögel sangen und sie konnten sich Geschichten erzählen über das,
was Gott alles in ihrem Leben vollbracht hatte.
Sie konnten sagen: „Ich liebe Dich.“
Sie konnten Gott anbeten mit Händen, Augen, Ohren, tanzend und singend seine Größe loben.
Da entbrannte ihr Herz für ihren Gott,
weil sie merkten, dass ER es gut mit ihnen meint.
Dieses Gefühl, dachten die Menschen,
wollten sie nie, nie mehr verlieren und sie baten Gott,
dass er ihnen immer ganz nah sein möge, damit sie ihn immer sehen und spüren könnten.
Sie dankten Gott dafür, dass sie nicht alleine waren, sondern ein Gegenüber hatten.
So freuten sich die Menschen Tag und Nacht und lobten Gott, dankten ihn und beteten ihn an.
Und sie waren glücklich.
Bis eines Tages ...
Aber das ist eine andere Geschichte,
die an einem anderen Tag erzählt werden soll.
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