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Der Elefant

Dezember 2004

Der Elefant

(Eine Vision während des Lobpreises)

Ergreife die Gabe!

Ich sehe eine Stadt mit vielen Straßen. Es ist die Stadt, wo ich wohne.

Viele Menschen leben dort und in den Straßen herrscht ein reges Treiben.

Ich sehe viele Schaufenster.

In den Schaufenstern sind Tiere ausgestellt – Haustiere.

Alle Menschen in der Stadt schauen sich die Tiere in den Schaufenstern an.

Sie suchen ein Haustier für sich.

Manche gehen in die Geschäfte und kommen fröhlich mit einem eigenen Haustier wieder heraus.

Plötzlich steht ein Elefant vor mir.

Er schaut mir tief in die Augen.

Dieser Blick – als wenn mich der Elefant schon immer kennen würde,

als wenn er mich schon sehr lange gesucht hätte,

eine Sehnsucht in seinen Augen – er hatte mich gefunden.

Ich stieg auf den Elefanten um auf ihm zu reiten,

doch dort waren keine Zügel, nur ein Griff um mich daran festzuhalten.

Der Elefant ging durch die Straßen und bewegte sich in Richtung Stadtgrenze.

Während ich auf meinem Elefanten hin und her schwankte begegneten mir einige Menschen.

Sie sahen mich auf dem Elefanten und fanden das ziemlich unpassend und meinten,

ich solle doch wieder runter kommen und auf dem Boden bleiben.

Ich kümmerte mich aber nicht um ihre Meinung und blieb auf meinem Elefanten sitzen –

ich fühlte mich wohl in meiner Situation.

 

Wir kamen zum Rande der Stadt.

Draußen breitete sich eine Wüste aus.

Der Elefant ging mit mir weiter in die Wüste.

Ich schaute mich um und bemerkte,

dass viele Menschen, mit ihren Elefanten aus der Stadt in die Wüste ritten.

Die Elefanten sahen sehr mager aus.

Ich schaute auf meinen Elefanten und stellte ernüchternd fest,

dass auch mein Elefant ein mageres Tier war.

 

Es war wie eine große Karawane die durch die Wüste zog.

Aber alle nebeneinander, nicht hintereinander.

Jeder zog seinen eigenen Weg.

Ein kühler Wind umwehte mich.

Es war gar nicht heiß – nein, sehr angenehm.

Das hatte ich nicht erwartet.

 

Nach einiger Zeit kamen wir an den Rand eines Urwaldes.

Mein Elefant bahnte sich den Weg durch das Unterholz.

Mit der Zeit wurden die Sträucher zu dicken Bäumen.

In mir kam die Befürchtung auf, dass mein Elefant bald nicht weiter kommen würde.

Doch er belehrte mich eines Besseren und beseitigte mit viel Kraft die Bäume,

die uns im Weg standen.

Ich fühlte mich wie ein Tigerjäger auf seinem Elefanten.

Als ich mich umschaute,

sah der Urwald auch sehr gefährlich aus,

als ob dort viele Tiger leben würden.

Ich hielt mich an meinem Elefanten fest.

 

Dann, auf einmal brachen wir durch und ich sah ein herrliches weites Land.

Alles war in Gold getaucht. Ein wunderbarer Glanz, der Licht aus sich selber hatte.

In der Ferne sah ich eine Goldene Stadt.

Aus der Stadt floss ein großer, goldener Fluss.

Ich sah mich um und sah,

dass sogar die Bäume des Urwaldes am Rande der weiten Fläche golden geworden waren.

 

Ich sah goldene Wolken,

sie zogen in Richtung der Stadt,

aus der ich gekommen war und dort ließen sie goldenen Regen fallen.

Die Menschen erfreuten sich des Regens.

Doch ihre Freude hielt nicht lange an.

Aber der Regen schien ihnen zu genügen.

 

Ich schaute auf die anderen Elefanten,

die auch aus dem Urwald hervorbrachen.

Es waren keine mageren Elefanten mehr,

sie waren nun kräftige und stattliche Tiere geworden.

Ich schaute auf meinen Elefanten und bemerkte erstaunt,

dass auch er kräftig und stattlich aussah.

 

Welch ein eigenartiges Wunder.

Alles war hier so wunderbar.

Der Elefant ritt mit mir in Richtung der goldenen Stadt.

Ein wunderschönes Gefühl stieg in mir auf:

Ich spürte, dass das hier meine wirkliche Heimat ist.

Ich fühlte, dass ich endlich nach hause gekommen war.

Glücklich und etwas aufgeregt

ritt ich auf meinem Elefanten der goldenen Stadt entgegen.

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Auslegung:

Der Elefant repräsentiert alle Gaben,

die wir von Gott geschenkt bekommen.

In diesem Fall aber besonders die prophetische Gabe.

 

Nicht für jeden Menschen scheint diese Gabe eine schöne Gabe zu sein.

Die meisten geben sich mit viel weniger zufrieden.

 

Wenn wir uns an dieser Gabe festhalten,

dann wird sie uns näher an das Vaterherz unseres Gottes bringen.

 

Wir müssen einiges auf diesem Weg zurücklassen.

Der Weg wird nicht immer einfach sein.

 

Doch auf diesem Weg wird uns der Wind des Heiligen Geistes erfrischen

und die Gabe wächst und erstarkt auf diesem Weg.

 

Und wir werden unser Ziel erreichen,

wir werden nach hause kommen.

 

Nur Mut!

Werner

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“Da sprach Gott zu Mose: Ich bin, der ich bin. Dann sprach er: So sollst du zu den Söhnen Israel sagen: Der >> Ich bin << hat mich zu euch gesandt.” 2. Mose 3, 14


Letzte Aktualisierung der Homepage: 21. Dezember 2005