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Thema Prophetie
17. Januar 2004
Ich denke, dass Prophetie nichts besonderes unter Christen sein sollte. Es ist eine Gnadengabe Gottes, nach der man sich ausstecken darf, um die man bitten darf und die uns von Gott geschenkt wird (1. Korinther 12). Es ist eine Gabe unter vielen. Dinge zu wissen, die man von sich aus nicht wissen kann. Worte zu hören, Bilder oder Visionen zu bekommen, Träume zu deuten, dies sind alles keine gottfremden Praktiken. Es ist nur wichtig, von wem es kommt!
Satan kann nichts aus sich selbst heraus schaffen. Er kann nur imitieren, nachäffen, pervertieren. So hat er es immer schon gemacht. Meiner Meinung nach kann man in der ‘New Age’ Bewegung die skurrilsten Auswüchse davon beobachten. Doch wenn das die Kopie ist, sollten wir uns da nicht ein Herz nehmen und uns dem Original Gottes zuwenden? Jesus ist der Gute Hirte und wir Christen sind seine Herde (Johannes 10, 27 – 30) Wir müssen lernen, seine Stimme zu hören und aus den vielen anderen Stimmen herauszufiltern, ansonsten besteht die Gefahr, dem falschen Hirten nachzulaufen.
Ich denke, wir müssen uns auch nicht besonders anstrengen um Gabengeschenke von Gott zu bekommen. Jeder Christ wird damit ausgestattet, wir müssen diese Geschenke Gottes nur auspacken und benützen.
Damit Gott zu uns redet, müssen wir auch keine besonderen Persönlichkeiten sein. Wenn ich z. B. an Mose oder Joseph denke, die waren einfache Schafhirten. Das Besondere an ihnen war nur, dass sie Gott nachfolgt sind. Hätten sie Gottes Ruf missachtet, würde man sich wahrscheinlich heute an sie nicht mehr erinnern.
Gott kann z. B. im Traum zu jeden Menschen sprechen. Er scheint dabei oftmals die persönliche Situation des Menschen zu benutzen, damit der Mensch das gesagte besser versteht. Gott spricht scheinbar auch gerne in Bildern. Wir müssen uns dann erst mal damit beschäftigen. Es gibt wohl keine pauschale Auslegung der Bilder, oftmals ist eine Deutung sehr individuell. Aus diesem Grunde sollte man vorsichtig mit Pauschalisierungen sein. Die Auslegung und Deutung ist letzen Endes Gottes Sache. Siehe auch dazu die Begebenheit, wo Joseph in Ägypten im Gefängnis sitzt und die Träume des Mundschenks und des Bäckers deutet (1. Mose 39, 19 – 40,23)
Werner
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