|
Gott steht zu seinem Wort / Prophetische Handlungen
12. Januar 2004
In der Zeit, nachdem dem Jakob zehn Söhne und eine Tochter geboren worden waren, vermehrte Gott Jakobs Vermögen.
Jakobs Schwiegervater Laban wollte Jakob für seine Dienste entlohnen und Jakob traf eine Vereinbarung mit seinem Schwiegervater Laban: (1. Mose 30, 32) Jedes gesprenkelte und geleckte Tier und jedes dunkelfarbige Tier in der Herde solle Jakob gehören. Die anderen Tiere bleiben dem Laban.
Jakob führte anschließend eine prophetische Handlung durch, er nahm sich jeweils frische Stäbe von einem Storaxbaum, Mandelbaum und einer Platane und schälte an ihnen weiße Streifen heraus, indem er das Weiße, das an den Stäben war, bloßlegte. Jakob beobachtete die Tiere. Wenn nun die kräftigen Tiere brünstig wurden, führte er sie zur Tränke und legte die Stäbe, die er gemacht hatte in die Tränkrinnen. Die Tiere sahen beim trinken diese Stäbe und gebaren dem Jakob gesprenkelte, gefleckte und dunkelfarbige Junge. (1. Mose 30, 37- 40) Bei den schwachen Tieren verfuhr Jakob nicht so. Durch diese Tat wurden Jakobs Herden kräftig und vermehrten sich sehr.
Diese prophetische Handlung klingt wie Zauberei. Für sich allein genommen währe es vielleicht auch so. Doch auf Jakobs Handlungen lag der Segen des allmächtigen Gottes, der dem Jakob zu Bethel im Traum erscheinen war: (1. Mose 28, 12 - 16)
Aber nicht nur der Traum zu Bethel hatte Jakob zu dieser prophetischen Handlung bewogen. Gott hatte gesehen, wie Jakob von seinem Schwiegervater Laban betrogen worden war. Jakob wollte Rahel heiraten und hatte sieben Jahre für sie gedient und dann gab Laban ihm Lea zur Frau. Dann musste Jakob weitere sieben Jahre dienen um auch die Rahel zu bekommen. Die oben beschriebene prophetische Handlung ereignete sich dann nach weiteren sechs Jahren Dienst unter Laban. Wir lesen in 1. Mose 31, 6-13, dass Gott an seinen Knecht Jakob dachte und Gott gab ihm einen Traum und erschien ihn in einer Vision und dort sah Jakob, wie ihm gefleckte, gestprenkelte, und gestreifte Tiere geboren wurden. Aus diesem Grunde konnte Jakob auch die prophetische Handlung mit Erfolg durchführen.
Gott segnete Jakob und wollte seine Nachkommen zahlreich machen und sein Gut vermehren. Jakob dagegen wollte Gott von allem, was ihm von Gott zuteil wurde, den 10. Teil als Dankopfer zurückgeben (1. Mose 28, 20-22) Auch hier vollzog Jakob eine prophetische Handlung und übergoss einen Stein mit Öl, um symbolisch das Gelübde, welches er Gott gegeben hatte, zu unterstreichen.
Ich schließe daraus, dass prophetische Handlungen Symbole sind, welche für uns Menschen sichtbare Hilfen zum Glauben sind. Diese Handlungen haben Auswirkungen in der himmlischen Welt und somit auch Auswirkungen in dieser (sichtbaren) Welt.
Das alles muss allerdings aus Glauben und Gehorsam Gott gegenüber Geschehen. Fehlt der Glaube und Gehorsam Gott gegenüber, so verkommt die Handlung zu einem bloßen Ritual und hat keine Wirkung mehr. Die Menschen sehen, dass das Ritual ohne Folgen bleibt und Gott wird dadurch gleichsam verspottet.
Der Glaube und der Gehorsam Gott gegenüber sind also der Schlüssel zu einem vollmächtigen Glaubensleben.
Werner
Kontakt: werner@i-am-home.de
▲
|